Seesportfischerverein Zürich und Zollikon

Gründung des Seesportfischerverein Zürich und Zollikon

Am Sonntag, den 10. Februar 1924 hat der initiative Sportfischer und damaliger Zentralpräsident des Seeverbandes, Fritz Rüegger, eine Vertrauensmänner-Versammlung einberufen, um die Frage der Gründung einer eigenen Sektion in Zürich, im Rahmen des Seeverbandes, zu prüfen.
Nach längerer Aussprache, während derselben die Notwendigkeit zur Gründung einer Sektion allgemein erkannt wurde, erklärte sich Julius Meyer bereit, eine Einladung in Buchformat zu verfassen und damit auf Dienstag, den 26. Februar 1924, 2000 Uhr, im Rest. Pezold, Schifflände 1, Zürich 1, eine konstituierende Versammlung einzuberufen.

Ziele der Versammlung war:

- auf dem Gebiete des Zürichsees, im Fischereiwesen grösseren Einfluss bei
- behördlichen Vorstössen zu erlangen, als es dem einzelnen möglich war,
- Schutz der natürlichen Laichplätze,
- Beseitigung oder Verhinderung von Verunreinigungen des Seewassers,
- Bekämpfung des Fischfrevels,
- Pflege der Geselligkeit und Förderung der Freundschaft zwischen Mitgliedern.

Die Sektion Zürich sollte Mitglied des Verbandes der Sportfischer am Zürichsee werden sowie, massgebend für alle Mitglieder, deren Statuten, Vorschriften und Beschlüsse anerkennen.

In Anwesenheit von 22 Sportkameraden wurde aus dieser Reihe der erste Vorstand wie folgt gewählt:
1. Präsident: Herr F. Keusch.
2. Aktuar: Herr E. J. Meyer.
3. Kassier: Herr F. Rüegger.
4. Beisitzer: die Herren C. Stössel und H. Zeier.

Wie aus Aufzeichnungen zu entnehmen ist, nahmen noch folgende Herren an der Gründungsversammlung teil: Herr Beutler, Herr Bollinger, Herr Bottlang, Herr Diggelmann, Herr Dubs sen., Herr Feistel, Herr Früh, Herr Hummel und Herr Jost.
Als vorläufige Statuten wurden diejenigen des Seeverbandes als verbindlich erklärt.
Als Vereinslokal der Sektion wählte man das Restaurant Schifflände, wo auch das Verbandsorgan, die Schweizerische Fischereizeitung, gelesen werden konnte.
Die Diskussion um Uebernahme eines Limmatreviers unterhalb der Quaibrücke, um ein Schonrevier einzuführen, ergab einige Unstimmigkeiten, sodass davon abgesehen wurde. Die Pacht wurde dann von „einem nicht gerade bekannten“ Hofmann übernommen.
Um Laichplätze für Egli zu schaffen, wurden jeweils 100 -150 Tannenbäumchen, Draht und Alteisen gekauft und an verschiedenen Orten versenkt, was stets eine Belastung von ca. Fr. 150.-- ausmachte.

Chronik von 1924 - 2006

Ueber die verflossenen Jahre möchte wir nur die wichtigsten Punkte erwähnen.

1925
Als neuer Präsident wurde Herr H. Zeier gewählt.
In diesem Jahr stellte ein Vorstandsmitglied den Antrag, dass ein Vereins- und Schleickwimpel angeschafft werden sollte. An der Sitzung vom 24. April wurde das Vorstandsmitglied damit beauftragt, solche Wimpel herzustellen. Vom Kantonalen Fischereiverband wurde verlangt die Netze der Berufsfischer zu markieren. Es wurde bekannt, dass der Hafen Riesbach zu einem Bootsanbindeplatz ausgebaut werden sollte, wofür vermutlich ein Zuwachs von 21 Mitgliedern massgebend gewesen sein dürfte.
Mitgliederbestand 43

1926
Für das erste Gratis-Fischessen sollten damals 20 Pfund Brachsmen gekauft werden. Ob diese zu teuer waren, geht aus den Akten nicht hervor, jedoch wurde das Fischessen nicht durchgeführt.
Der neu eingeführte Wimpel, grün mit weissem Streifen, zur Kenntlichmachung der Schleppfischerei mit Motor- und Segelbooten, wurde für alle Mitglieder obligatorisch.
Schleppfischer welche den Wimpel nicht gesetzt hatten, konnten für abgefahrene Schnüre, ohne Ärger und Reibereien, keine Entschädigung mehr verlangen. Mit dem Sportgeschäft Denzler, Rämistrasse, mit Frau Eschmann, Sonnenquai und dem Fischereigeschäft Müller, an der Wühre, alle in Zürich 1, wurde eine Vereinbarung getroffen, wonach die Mitglieder, bei Vorweisung der Nachnahmekarte vom laufenden Jahr, beim Einkauf von Fischereiartikeln Rabatt erhielten. In den Läden von Herrn Müller und Frau Eschmann, erhielt man einen Rabatt von 10%, bei Herrn Denzler einen solchen von 5%.
Mit den Segelsport- und Rudervereinen, sowie dem Schiffvermieterverband wurde die Vereinbarung getroffen, dass die zum See fahrende Schiffe den 3. Jochbogen, die in die Limmat fahrende Schiffe den 4. Jochbogen der Quaibrücke zu benützen hätten.
Eingaben an das Gewerbekommissariat betreffend Änderung des Hafens Riesbach, sowie Ersuchen um Abschuss von Wasservögeln, welche der Fischerei schaden würden, konnten nur zögernd oder gar nicht behandelt werden (Bundesgesetz Vogelschutz).
Zudem wurde an den Schweizerischen Fischereiverband eine Eingabe gemacht, welche die Bestimmungen über Schonzeit und Fischfang in den Konkordatskantonen St. Gallen, Schwyz und Zürich vereinheitlichen sollten. Im weiteren machte man eine Eingabe zwecks Revision der zürcherischen Verordnung zum Fischereigesetz, vom 9. November 1914.
Im gleichen Jahr wurde die Gründung eines Kantonalen Sportfischerverbandes in Erwägung gezogen, der die Seefischer des Zürich-, Greifen- und Päffikersees, die Flussfischer in der Limmat, der Glatt, der Sihl und weiteren Fliessgewässern umschliessen sollte, damit die Interessen der Fischer in der Fischereikommission und bei den Behörden stärker vertreten werden könnten.
Mitgliederbestand 39

1927
Herr H. Zeier wurde von Herrn Jul. Meyer als Präsident abgelöst.
Eingabe an die Gewerbepolizei wegen den zu teuer empfundenen Schiffsanbindeplätzen. Eine Unterredung mit dem zuständigen Beamter der Stadtverwaltung über das Erhalten eines Platzes für das Winterlager der Boote, war ohne Erfolg. Vom Vorstand wurde über eigene Statuten der Sektion Zürich beraten.
Mitgliederbestand 108

1928
Zwecks besserem Durchbringen der neuen Fischereiverordnung sollte die Presse um Unterstützung ersucht werden.

1929
Bereinigung der Statuten durch den Vereinsvorstand. Als persönliche Note wurde der Vereins-wimpel mit einem weissen Punkt ergänzt. Die Abstimmung an der GV über den gesetzlichen Schutz des Wimpels für 5 Jahre war positiv.

1930
Eine Forderung des Vereins bei der Gewerbepolizei, dem Wellenreiten im unteren Seebecken ein Ende zu schaffen, war erfüllt worden. Im weiteren wurde vom Vorstand beantragt, die Netzgrenze mit einer gut sichtbarer Tafel zu bezeichnen. Das Schleicken mit mehr als einem Löffel pro Patent war nicht erlaubt. Gegen diese Vorschrift wurde bei der Zürcher Regierung interpelliert.
Mitgliederbestand 130

1931
Bei einer Besprechung über die Schweizerische Fischereitagung in Zürich, wurde vom Seeverband die Absicht geäussert, einen Schweizerischen Sportfischerverband zu gründen. Eine Anfrage bei einer Versicherung, wegen Abschlusses einer Diebstahlsversicherung, wurde wegen zu hohen Prämien rückgängig gemacht.

1932
An der Generalversammlung wurde beschlossen, an die GV des Verbandes einen Antrag betreffend der Gründung einer Rechtsschutzkasse mit einer Einlage von Fr. 300.-- und einem jährlichen Beitrag von Fr. 70.-- zu stellen.
Ein Gesuch an die Gewerbepolizei, um Herabsetzung der Standplatzgebühren, wurde von derselben negativ beantwortet.
Mitgliederbestand 154

1933
An der Generalversammlung entstand eine heisse Diskussion über das Abhalten einer Abendunterhaltung. Es wurde der Beschluss gefasst, an Stelle derselben ein Fischessen durchzuführen.
Für die Betreibung einer eigenen Bibliothek wurde ein jährlicher Kredit von Fr. 10.-- bis Fr. 15.-- bewilligt.
In Abmachung mit der Finanzdirektion betreffend das Fahren mit der Tiefseeschleicke wurde folgendes beschlossen: Schleicken im Netzsperrgebiet das ganze Jahr gestattet; im übrigen Seeteil vom 15. April bis 31. Mai täglich, vom 1. Juni bis 20. Nov. an Sonntagen und vom 21. Nov. bis 10. Dez. täglich.

1934
Zum 10-jährigen Jubiläum schenkte ein Mitglied der Sektion ein selbstgemaltes Bild. Es wurde ein Fischessen durchgeführt. Dafür mussten vom Wettfischen die gefangenen Fische abgegeben werden. Für den Einsatz im Zürichsee wurden 500 Hechtsömmerlinge gekauft.

1935
Als neuer Vereinspräsident wurde J. Schneider gewählt. Die Anschaffung eines Vereinsabzeichens wurde beschlossen. Mit einem Schreiben teilte man sämtlichen Mitgliedern die Eröffnung eines Postcheckkontos, sowie den Verkauf von Vereinsabzeichen und Schleickwimpeln mit. Im weiteren fasste man eine Statutenrevision ins Auge.

1936
Zum ersten Mal fand die Generalversammlung im Restaurant Hinteren Sternen statt, an welcher auch die neuen Statuten angenommen wurden. Dieselben wurden vom Verbandsvorstand genehmigt und davon 500 Stück gedruckt. Die Generalversammlung beschloss, eine Kinderweihnachtsfeier zu organisieren. Mit Zirkular orientierte der Vorstand die Mitglieder über die Bestimmungen der Finanzdirektion betreffend den Fang von untermässigen Fischen. Zudem forderte man dieselben zur Gründung einer Gesangssektion auf. Julius Meier wurde zum ersten Ehrenmitglied ernannt.

1937
Die Generalversammlung wurde mit einem Vortrag der gegründeten Sängerrunde eröffnet. Zur Anschaffung von Liederbüchern bewilligte man einen Kredit von Fr. 50.--.
Bei einer organisierten Ledischiff-Fahrt konnte dank dem persönlichen Einsatz von Kameraden, ein Gewinn von Fr. 121.-- verbucht werden. Die Zunahme der Mitgliederzahl und die damit verbundene Mehrarbeit, machte die Anschaffung einer Schreibmaschine und einer einfachen Vervielfältigungsmaschine notwendig. Die Motorgondelversicherung wurde eingeführt.

1938
Organisation einer Fahrt mit dem Ledischiff und einem internen Fischessen.
Für die Bekämpfung der neuen Fischereiverordnung bewilligte die Versammlung vom 3. Dezember einen Kredit von Fr. 500.--.

1939
zum 15-jährigen Bestehen der Sektion Zürich wurde die Generalversammlung mit einem Schüblig-Bankett abgeschlossen. Die Sängerrunde wurde im Juni aufgelöst. Im September 1939 mussten 40 Mitglieder im Militärdienst an die Landesgrenze.
Im Dezember hielt man die Kinderweihnachtsfeier in kleinem Rahmen ab.

1940
Die neue Fischereiverordnung wurde vom Kantonsrat mit 60 zu 19 Stimmen gutgeheissen. Aktenvermerk: Die vorliegende Verordnung habe viele Mängel aufgewiesen und sei vermutlich vom Kantonsrat im Schlafe angenommen worden. Das vom Stadtkommando verlangte Entfernen der Schiffe aus der Limmat, wurde durch einige Vorstandsmitglieder prompt vollzogen.
Der Vorstand ersuchte die Gewerbepolizei der Stadt Zürich um Ermässigung der Platzmiete. Betreffend das Führen von 3 Schnüren an der Schleicke wurde ein weiteres Schreiben an die Kant. Finanzdirektion gerichtet. Auf das Fischessen musste verzichtet werden.
Mitgliederbestand 185.

1941
Eine Eingabe betreffend Rückführung der Boote in die Limmat wurde vom Platzkommando abgelehnt.
Eine Eingabe betreffend die Erstellung von gedeckten Bootsständen war die Folge, dass im Schanzengraben provisorische Anbindeplätze bewilligt wurden. Ein Referat von Fischereiaufseher Linsi sollte die Seefischer darüber aufklären, wie nach der neuen Fischereiverordnung gefischt werden kann. Dabei gab er bekannt, dass mit drei Ruten gefischt werden darf.

1942
Beim Vorstand mussten wiederum Klagen wegen der Fischerei vor der Quaibrücke behandelt werden. Zudem wurde über die Änderung der Statuten beraten und an die nichtorganisierten Fischer ein Werbeschreiben versandt. Das Schleicken mit Seehunden wurde im Seebecken bis zur Linie Fischerhütte – Dampfboot Gesellschaftswerft begrenzt. Die Kinderweihnachtsfeier konnte abgehalten werden.

1943
Herr H. Kurmann löste Herrn J. Schneider als Präsident ab.
Die revidierten Statuten wurden von der Generalversammlung angenommen.
Der Verunreinigung des Sees sagten die Fischereivereine und die Behörde den Kampf an. Von den Behörden wurde ein Sofortprogramm geplant, worin die verschiedenen Seegemeinden verpflichtet wurden, etwas gegen die Seeverschmutzung zu unternehmen. Im Dezember konnte die Kinderweihnachtsfeier, mit finanzieller Unterstützung der Mitgliedern, in kleinem Rahmen durchgeführt werden.
Mitgliederbestand 195.

1944
Im Zürichsee erfolgten der Fischeinsatz von Fischbrut wie folgt:
Schwebefelchen 3'400’000, Albeli 10'500’000, Sandfelchen 400’000, Hechte 3'700’000 und Seeforellen 11’000. Zudem wurden 10’400 Seeforellen und 11’000 Hechtsömmerlinge in der Grösse von 16 - 18 cm eingesetzt.
Trotz der prekären Lage bei den Lebensmittel konnte eine Kinderweihnachtsfeier abgehalten werden, an welcher schöne Geschenkpäckli verteilt wurden.
Mitgliederbestand 198

1945
An den Bauvorstand der Stadt Zürich wurde eine Eingabe betreffend gedeckter Schiffsplätze in der Limmat, zwischen Bauschänzli und Helmhausbrücke gemacht, da solche von verschiedenen Seegemeinden bereits erstellt worden waren.
Das Territorial-Kommando räumte die Hindernisse an der Quaibrücke weg.
Der Sektionsvorstand wurde von 7 auf 9 Mitglieder erweitert. Für eine geplante Fahrt mit dem Ledischiff konnte kein Treibstoff bewilligt werden. Die Kinderweihnachtsfeier wurde beibehalten.
Mitgliederbestand 207

1946
Im Februar wurde ein Familienabend durchgeführt. Dem Vorstand wurde erstmals eine Entschädigung von Fr. 300.-- gewährt. Dieselbe verwendete man dazu um dem gesamten Vorstand ( 9 Mitglieder) die zweitägige Delegiertenversammlung des Schweiz. Fischereiverbandes in Solothurn zu ermöglichen.
Die organisierte Ledischiffahrt im Sommer konnte wegen schlechten Wetters und viel zu wenig Anmeldungen nicht durchgeführt werden.
Neue Bestimmung, dass beim Schleicken der grosse Wimpel am oberen Ende der Stange angebracht werden muss. Die Bootsmotoren konnten wieder zu Bootsfahrten benützt werden.
An die Sportfischer wurden für den zürcherischen Seeteil insgesamt 1695 Patente ausgegeben.
Mitgliederbestand 210

1947
Der neue Präsident hiess nun W. Boxler.
Gründung der Schweizerischen Vereinigung für Gewässerschutz und Fischerei. Zufolge eines der trockensten Sommer seit 90 Jahren fiel die Fischerei weniger befriedigend aus.
Ein Gesuch an die Kant. Militärdirektion betreffend Überlassung der Reithalle zwecks Benützung derselben als Winterschiffslager wurde mit der Begründung abgelehnt, dass die Halle auch im Winter von den Aspiranten benützt werde.
Eine Anfrage bei der Standard Telefon AG betreffend Schiffsanbindevorrichtungen bei ihrem Areal, lehnte dieselbe mit der Begründung, dass kein Zugang von der Strasse her bestehe, ab. Verhandlungen mit der Versicherungsgesellschaft Schweizer Union zwecks Abschlusses einer günstigen Kaskoversicherung für Bootseigner war erfolgreich.
Mitgliederbestand 224

1948
In Wollishofen wurde eine neue Schiffanbindestelle geschaffen.
Zufolge einer Mitteilung der Gewerbepolizei, dass im Jahre 1949 die Standplatzmieten stark erhöht würden, liess eine Interessengemeinschaft aller Bootseigner entstehen. In deren Kommission waren die bevollmächtigen Delegierten unserer Sektion, des Segelklubs Enge, des Segelklubs Zürich, des Segelklubs Pirat, sowie des Motorklubs Zürich vertreten. Sinn der Gemeinschaft war, dass alle Vorkommnisse der mit den Bootseignern verbundenen Fragen, in Zukunft gemeinsam lösen zu können.
Am 12.September fand das 1. Wettfischen des Verbands der Sportfischer am Zürichsee statt, an welchem 16 Fischer der Sektion Zürich teilnahmen. Da im Jahre 1949 eine Jubiläumsfeier bevorstand, wurde auf eine Abendunterhaltung verzichtet.
Mitgliederbestand 241

1949
Am 30./31. Juli wurde nach längerem Unterbruch das vereinsinternes Fischessen, verbunden mit einem Sektionswettfischen, wieder eingeführt. Bedingung war, dass sämtliche taxierte Fische gratis an den Verein abgegeben werden müssen. Von 191 Aktivmitglieder nahmen lediglich 26 Mitglieder daran teil.
Das 2. Wettfischen des Seeverbandes wurde von der Sektion Zürich gewonnen.
Am 10. September dieses Jahres fand die 25-Jahrfeier im Konzertsaal zur Kaufleuten statt. Als Erinnerung erhielt jeder Teilnehmer einen Boccalino.
Mitgliederbestand 257

1950
Als Nachfolger von Herrn W. Boxler wählte die GV. Herrn J. Schneider jun. zum Präsidenten.
Nach missglücktem Versuch vor einigen Jahren, wurde beschlossen wieder Quartalsversammlungen einzuführen. Der neue Versuch war erfolgreich, erschienen doch 45 Mitglieder an die erste Versammlung.
Appell mit grossen Schlagzeilen:
Rettet unsere Gewässer! - Rettet den Zürichsee vor bedrohlichem Wassermangel! - Sicherung des Grundwassers vor Verschmutzung!
- Sportfischer fordern den Gewässerschutz!
Die Kinderweihnachtsfeier fand zum 15. Mal statt.

1951
Das Verbandswettfischen wurde mit einem neuen Modus durchgeführt, bei welchem ein Viertel der Mitglieder am Wettfischen teilnehmen musste. Von der Sektion Zürich brachte man anstatt 40 nur 37 Teilnehmer zusammen.
Das Absenden der Vereinsfischen fand im Rest. Hirschen Wollishofen statt.
Zur Finanzierung des Abends organisierte man ein Taubenschiessen mit Preisen, eine amerikanische Versteigerung und ein Säcklitanz, bei welche von den Damen Geld gesammelt wurde.
Mitgliederbestand 252

1952
Am 8. März fand die Besichtigung der neu erstellten Dachwehre der Seeregulierung beim Drahtschmidli und des neuen Kraftwerkes Letten statt. Nach Bundesratsbeschluss mussten die Dachwehre so bedient werden, dass der Wasserstand des Sees höchsten 20 cm Unterschied betragen durfte.
Die Fangergebnisse von Sport- und Berufsfischer blieben im Rahmen des Vorjahres. Der Unterschied bei den Felchenfängen war jedoch frappant; Sportfischer 159 Stück, Berufsfischer 88’658 Stück.
Mit der Kinderweihnachtsfeier organisierte man neu auch ein Klaushock für die Mitglieder.
Mitgliederbestand 242

1953
Die Sektion Zürich organisierte mit zwei anderen Vereinen zusammen die Delegiertenversammlung des Schweiz. Fischereivereins, welche im Konzertsaal des Kaufmännischen Vereins statt fand. Das Absenden der drei Sektionswettfischen, welches mit einem Fischessen und einem Unterhaltungsteil verbunden war, fand wieder im Rest. Weisser Wind statt. Dabei konnte ein reichhaltiger Gabentisch präsentiert werden, sodass für jeden Fischer ein Preis vorhanden war.
Der 6. Dezember 1953 dürfte in der schweizerischen Fischerei ein Ehrenplatz einnehmen. Bei einer Eidgenössischen Abstimmung wurde der Gewässerschutz mit 670’000 Ja- gegen 160’000 Neinstimmen angenommen.
Mitgliederbestand 230

1954
Das Absenden fand im Rest. Sihlpost statt, wobei der angebotene Saal beinahe zu klein war. Auf dem reichlich bestückten Gabentisch befanden sich wieder viele Preise. Als 1. Preis wurde ein Innenbordmotor vergeben. Wie gewohnt wurde der Abend mit einem Unterhaltungsteil und Tanz ausgefüllt.
Die neue Fischereiverordnung mit allen dazugehörigen Verfügungen der Finanzdirektion, wurde am 8. Januar gutgeheissen. Gleichzeitig erhöhte die Verwaltung die Patentgebühren für die Seefischerei teilweise bis 50%.
Mitgliederbestand 230

1955
Herr E. Lutz stellte sich als neuer Präsident zur Verfügung.
Eine geplante Gemeinschaftsreise musste wegen zu geringer Beteiligung abgesagt werden. Das Absenden fand im Rest. Güterbahnhof statt, da der Saal im Rest. Sihlpost zu klein war. Es fand wieder ein unterhaltsamer Abend mit Spiel und Tanz statt.
Die Generalversammlung des Seeverbandes wurde im Rest. Hinteren Sternen abgehalten.
Der Einsatz von Aalen im Zürichsee, sowie ein Beitritt zum Kantonalen Sportfischerverband lehnten die Mitgliedern des Seeverbands ab. Da die Kinderweihnacht zum 20. Mal statt fand, wurden auch Kinder von anderen Sektionen, sowie 20 Kinder der Tuberkulosen-Fürsorge zum festlichen Abend eingeladen.
Mitgliederbestand 197

1956
An einer Quartalsversammlung wurde abgestimmt, dass für die Wettfischen keine Preise mehr abgegeben würden. Analog dem Seeverbandsfischen sollen Gobelets und Wanderteller an die Mitglieder abgegeben werden.
Da der Vorstand der Meinung war, dass dieser Beschluss auf die Beteiligung an Wettfischen einen negativen Einfluss haben könnte, wurde am traditionelle Absenden ein bescheidener Gabentisch präsentiert. Während des weiteren Abends vergnügte man sich mit Spielen und Tanz.
Mitgliederbestand 183

1957
Von der GV wurde Herr W. Desideri als Vereinsvorsitzender gewählt.
Für den Gabentisch des Absendens mussten erstmals Sachen eingekauft werden. Dies aus dem Erlös der früheren Ballspiele. Für den sichtlicher Mitgliederschwund in den letzten Jahren fand man keinen triftigen Grund.
Ein Gesuch an die Kantonale Fischereiverwaltung um Verlegung der Netzsperrgrenze nach oben, um mehr Raum für die Sportfischer im Seebecken zu haben, wurde mit der Begründung abgelehnt, dass auf dem Zürichsee an Stelle von 18 Berufsfischern nur deren 11 tätig seien.
Mitgliederbestand 171

1958
Es wurde ein Versuch unternommen, dass Absenden des Seeverbandes mit demjenigen der Sektion Zürich zu verkoppeln. Aus diesem Grunde lud der Vorstand die anderen Sektionen am Zürichsee zum Absenden ein. Dafür musste ein grösserer Saal im Rest. Aemtlerhalle gemietet werden.
An Stelle der erwarteten 80 - 85 Vereinsmitglieder erschienen nur 50 und von den anderen Sektionen nahmen lediglich 20, anstatt der erwarteten 40 Personen am Absenden teil. Um ein Defizit zu vermeiden, wurden nach Mitternacht auch fremde Personen in den Saal zugelassen.
Mitgliederbestand 163

1959
Erstmals fand ein Wettkegeln und Wettjassen statt, welches mit einem Gewinn von Fr. 193.-- abschloss.
Mit einer vorläufigen Bewilligung der Kant. Fischereiverwaltung wurde erlaubt, dass mit dem Schleick-Patent in Zukunft mit 5 Schnüre und 5 Ködern gefischt werden durfte. Eine Kombination Tiefseeschleicke und Schleicke war erlaubt.
Mitgliederbestand 165

1960
Da grosser Mangel an Bootsplätzen vorhanden war, wurde vom Präsidenten die schriftliche Bitte an den Stadtrat gerichtet, wenn immer möglich, mehr Schiffstandplätze zu erstellen.
Ein Ersuchen an die Schifffahrtskontrolle betreffend Schnellboote und Wasserskifahrer eine Verordnung zu erlassen wurde mit der Begründung abgelehnt, dass dies vom Bundesamt angeordnet werden müsse.
Der Mitgliederbeitrag des Seeverbands wurde von Fr. 1.50 auf Fr. 2. -- erhöht.
Die Einnahmen aus dem Verkauf von 1433 Patente an die Sportfischer (vom ganzen Zürichsee) ergaben einen Ertrag von Fr. 41’030.--, währenddem die Berufsfischer den Behörden lediglich Fr. 7’000.-- einbrachten.
In den Fliessgewässern des Kantons Zürich hatten die Vergiftungen des Wassers zugenommen. Insgesamt waren in diesem Jahr 62 Vorfälle registriert worden.
Die Kinderweihnacht und der Klaushock wurden zum 25. Mal durchgeführt und hatten deshalb Jubiläumscharakter.
Mitgliederbestand 170

1961
Wegen des warmen Wetters und der Trockenheit war es für die Berufsfischer ein schlechtes „Egli-Jahr“.
Am Absenden der Sektionswettfischen wurde ein übermässig reichlicher Gabentisch präsentiert. Der Gabentisch des Ballspiel liess sich ebenfalls sehen, sodass dasselbe ein Rekordgewinn eintrug. Mit Musik und Tanz wurde der Abend abgeschlossen. Im weiteren fand auch ein Wettkegeln und Wettjassen statt.
An der Kinderweihnacht waren nur wenige Kinder anwesend.
Mitgliederbestand 198

1962
An einer ausserordentlichen Generalversammlung des Seeverbandes wurde der Austritt aus dem Schweiz. Fischerei-Verband beschlossen.
An der Kinderweihnacht nahmen lediglich 10 Kinder teil, sodass man sich damit befasste, den Anlass nicht mehr durchzuführen. Das Wettkegeln und Wettjassen wurde wieder gut besucht. Das Absenden fand im üblichen Rahmen im Rest. Hinteren Sternen statt.
Mitgliederbestand 192

1963
Abgesehen von einigen Massenfängen von Egli beim Bagger vor Pfäffikon und Anfang Dezember einigen guten Fangergebnisse vor der Fischstube, war es ein schlechtes „Egli-Jahr“.
Die Kinderweihnacht und der Klaushock wurden nicht mehr durchgeführt. Am Absenden konnten mit verschiedenen Spielen ein beträchtlicher Gewinn erwirtschaftet werden.
Aus der Tageszeitung war zu erfahren, dass auf verschiedenen Seen der Motorbootverkehr verboten werden sollte. Sollte dies eintreffen, stünden die Sportfischer zwischen Motorbootsportlern und Seglern, was ein Teilverlust ihrer Rechte bedeuten würde.
Mitgliederbestand 196

1964
Als Sonderanlass war die Besichtigung der Seepolizei am Mythenquai, mit „stiebender“ Überfahrt nach der Anlage Tiefenbrunnen zu verzeichnen. Anschliessend fuhr die Gesellschaft nach Küsnacht, wo sie mit ihren Frauen zusammen im Rest. Sonne zum Essen eingeladen war. Ein weiterer Anlass war ein Dia-Vortrag von Wm. Müller, Sepo, über die Seegfrörni 1963 mit anschliessendem Schüblig-Bankett.
Mit dem Absenden der Wettfischen wurde das 40-jährigen Bestehen des Vereins mit Jubiäums-charakter gefeiert. Die Besucherzahl blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück.
Mitgliederbestand 209

1965
Die Zahl der fehlenden Standplätze auf Stadtgebiet war auf 500 angestiegen.
Am linken Seeufer sollte durch Aufschüttung Neuland gewonnen werden, was die Erstellung von ca. 500 Bootsplätzen mit allen Schikanen ergeben hätte. Dabei hätten Parkplätze, WC’s, Kioske und andere Einrichtungen geschaffen werden sollen. Als Folge des nationalen Boots-Tourismuses mussten die Bootsnummer geändert werden.
An Stelle des Z sollte ein CH treten und dahinter mit einer vierstelligen Nummer versehen werden.
Mitgliederbestand 218

1966
Herr. H. Rosenberger erhielt das Vertrauen als Präsident.
Es erfolgte die Abgabe der neuen Statuten an die Mitglieder.
Die Durchführung des Absendens war ein voller Erfolg, wurde doch nebst vielen Naturalgaben ein Bargeldbetrag von Fr. 1’000.-- gesammelt. Einzig kritisierte man da und dort das Fischessen. Ein andermal soll ein Fischessen mit Filets serviert werden.
Mitgliederbestand 237

1967
Am 25. November fand das traditionelle Absenden statt.
Anhand des grossen Besucherandrangs befasste sich der Vorstand damit, für das nächste Jahr einen grösseren Saal zu mieten, da bei gleicher Zunahme der Besucherzahl der jetzige Saal platzmässig nicht mehr genügt hätte.
Mitgliederbestand 229

1968
In Neuenburg fand ein Treffen der Seesportfischer statt. Daran nahmen 42 Vertretern von 15 Seen statt, welche über eine Resolution zum neuen Fischereigesetz berieten.
Es fand ein grosser Ausflug mit der MS-Bachtel auf dem Zürichsee statt. Die Rundfahrt führte von Zürich via Meilen, Rapperswil nach Horgen, wo im Hotel Schinzenhof das Nachtessen eingenommen wurde.
Am Absenden wurden Eglifilets serviert. Mit Rangverkündigung, Unterhaltung und Tanz füllte man der restliche Abend aus.
Mitgliederbestand 229

1969
An der GV wurde ein Vereinsausflug mit grosser Mehrheit abgelehnt. Am Absenden führte der Vorstand an Stelle des Ballspiels eine Tombola ein. Mitgliederbestand 238

1970
Auf die unhaltbaren Zustände an der „Riviera“ bezogen, wurde vom Vorstand ein schriftlicher Bericht an Stadtrat H. Frick gesandt.
Mitgliederbestand 246

1971
Mangels fehlender Referenten und Themen wurde auf eine Frühjahrsversammlung verzichtet.
Zürifäscht: Unsere Sektion war am Umzug mit Fussvolk in Fischermontur gekleidet, sowie mit einem Oldtimer-Bregg und einem von Pferden gezogenen Wagen mit Fischerboot beteiligt. Trotz des starken Regens wurde der Umzug in Bewegung gesetzt, wobei wir mit Gummianzügen und Südwesterhüten gut geschützt waren. Über den spontanen Applaus der Zuschauer beim Vorbeigehen unserer Gruppe konnten sich die Beteiligten besonders freuen.
Mitgliederbestand 248,

1972
Das am Absenden zur Tradition gewordene Fisch-Bankett mit Egli, wurde vom Wirt durch Felchen ersetzt, wobei man sich mit den servierten Portionen und dem verlangten Preis nicht einverstanden erklären konnte.
Neue Vorschriften auf dem Zürichsee. Die Sportfischer waren durch Anstrengungen des Seeverbandes mit einem blauen Auge davongekommen.
Um weitere Verschärfungen der neuen Vorschriften zu verhindern, wurden die Mitglieder angewiesen, dieselben strikte einzuhalten.
Mitgliederbestand 254

1973
Herr H. Rosenberger wird im Präsidentenamt von Herrn A. Schumacher abgelöst. Am 29. Oktober erfolgte der Zusammenschluss von See- und Flussfischern zu einem neuen Fischereiverband des Kantons Zürich. Für das Absenden des Seeverbandsfischens übernahm die Sektion Zürich die Organisation.
Die Standplatzgebühren wurden um 100 - 300 Prozent erhöht.
Am 27. Mai fand der Vereinsausflug statt, welcher mit einer Schifffahrt auf dem Rhein und Untersee verbunden war.
Mitgliederbestand 272

1974
Am 15. Juni wurde ein Jugendwettfischen veranstaltet, an welchem von ca. 150 Jugendlichen aus der Region Zürich, vom Ufer aus gefischt werden konnte.
50 Jahre Verband der Sportfischer am Zürichsee, Sektion Zürich. Jubiläumsfeier am Samstag, den 26. Oktober 1974 im Hotel Zürich. Es nahmen 250 Mitglieder mit ihren Frauen teil.
Gratulationen von Stadtpräsident Widmer, Seepo-Kom. Hch. Müller, den Sportfischervereinen rund um den Zürichsee, welche uns alle mit grosszügigen Geschenken überraschten. Der unvergessliche Anlass war für alle Mitglieder gratis. Für die Ehefrauen wurde ein Kostenanteil von Fr. 25.-- verlangt.
Mitgliederbestand 287

1975
Im August 1975 wurde der Vereinspräsident A. Schumacher auf das Niemandsland der SBB, in der „Wässeri“, Tiefenbrunnen aufmerksam. Nach Verhandlungen mit dem Bahnmeister Pauli, wurde uns das Areal (350 Quadratmeter) mit Seeanstoss, zu einem Jahrespachtzins von Fr. 3’000.-- angeboten. An der ausserordentlichen GV vom 24.10.1975, stimmten 78 Anwesende für die Übernahme des Areals und den Aufbau einer Baracke (späteres Fischerhüsli). Architekt K. Bucher erstellte
die Baupläne und machte die Baueingabe an die Gemeinde Zollikon, dies ohne Honorar. Von der Stadt Zürich wurden wir grosszügig mit Fr. 8’000.-- unterstützt. Mit Bettelbriefen an die Mitglieder, wurden nochmals Fr. 7’000.-- eingebracht. Am 21. Dezember begannen Mitglieder mit dem Bau des Bootsplatzes und am 29. Dezember war das ganze Areal mit einem Zaun versehen.
Der Vereinsname wurde in Seesportfischerverein der Stadt Zürich geändert.
Mitgliederbestand 301

1976
An der GV vom 6. Februar wurde einem Kredit von Fr. 5’000.-- für den weiteren Ausbau des Areals zugestimmt.
Im März baute man aus Tramgeleisen eine Bootsrampe. Am 5. Juli war die Baracke fertig aufgestellt. Später richtete man dieselbe als unser Fischerstübli ein.
Für den Ausbau des Bootsplatzes und des Fischerhüslis wurden von 46 Mitgliedern total 2652 Arbeitsstunden im Frondienst geleistet. Dabei waren 9 Mitglieder mit über 100 Arbeitsstunden beteiligt. Als Spitzenreiter figurierte der bauführende Gusti Amsler mit insgesamt 496 Stunden.
Treibende Kraft vor und während des Ausbaus des Areals war der Präsident A. Schumacher. Am 27. August versah man das ganze Areal mit einem Teerbelag.
Allen Materialspendern, welche zum Gelingen der Ausstattung von Baracke und Areal viel beigetragen hatten, wurde herzlich gedankt.
Am 25./26. September 1976 fand die Einweihung des Bootsplatzes und des Fischerhüslis bei wunderschönen Wetter (22 °) statt. Alle Anwesenden erlebten eine tolle Feier mit allem Drum und Dran. Sie durften den Dank des Vereins entgegen nehmen, denn sie schufen den Grundstein zu einem soliden Vereinsleben. Über die ganze Bauphase wurde ein Fotoalbum erstellt, welches im Hüsli aufliegt.
Der Beitritt des FKZ zum Schweiz. Fischereiverein gab rege Diskussionen und wurde bei einer 1. Umfrage mit 48 Nein, 5 Ja und 9 Enthaltungen abgelehnt. Das neu überarbeitete Kantonale Fischereigesetz wurde in Kraft gesetzt.
Mitgliederbestand 341

1977
Am 3. Februar wurde die Baubewilligung für einen Bootssteg von 12,5 Meter Uferlänge erteilt. Der Bau des Steges nahm man sofort in Angriff.
Jakob Schneider trat nach 22 Jahren aus dem Vorstand zurück.
An der Generalversammlung wurde der Beitritt zum Schweiz. Fischereiverein überraschen mit 86 Ja, 13 Nein und 2 Enthaltungen angenommen.
Am 14. Mai nahmen 25 Mitglieder mit 2 Frauen am Umzug „100 Jahre Blasmusik“ als Gruppe, unter dem Motto „Gruss vom Zürichsee“ teil. Die mit Fischermonturen bekleideten Teilnehmer begleiteten ein schön dekoriertes Fischerboot, welches auf einem Traktoranhänger mitgeführt wurde. Ein Angel im Ohr eines Teilnehmers war eine kleine Zugabe.
Im Oktober gründete man die aus 10 Mitgliedern bestehende Bootsplatzkommission.
Zu den Ausführungsbestimmungen für den Zürichsee, den Linthkanal und den Walensee, wurden 21 Abänderungsanträge gestellt, woran unser Verein massgebend beteiligt war.
Die Verordnung über das Fischereigesetz wurde im August 1977 in Kraft gesetzt.
Mitgliederbestand 397

1978
Im September fand auf unserem Areal ein Filetierkurs statt, welcher jedoch spärlich besucht war. Im Oktober wurde eine Einladung des Sportfischervereins Arbon zum Fischen im Bodensee von 24 Mitgliedern befolgt.
Das Umbenennen des Seeverbandes in die Fachgruppe Zürichsee, im FKZ, wurde an der GV mit 55 Ja und 11 Nein angenommen.
Mitgliederbestand 424.

1979
Einführung des weissen Balls für die Schleppangelfischerei an Stelle des grünen Wimpels.
Im Fischerstübli wurde ein grosses Fenster eingebaut. Die Rampe und der Schiffsteg brachte die Bootsplatz-Kommission in Ordnung.
Am 8. September 1979 wurde auf unserem Areal ein Jugendwettfischen organisiert. Daran nahmen 130 Knaben und Mädchen teil.
Mitgliederbestand 430.

1980
Walter Bauer wurde neuer Präsident.
Albert Schumacher ernannte man, im 56-jährigen Bestehen des Vereins, zum 2. Ehrenpräsidenten.
Rügen von Fischereiverwalter Straub, wegen mangelhaft ausgefüllten Statistiken. Zudem erfolgten 40 Verzeigungen wegen Nichteinhaltung des Schonmasses der gefangenen Fische.
Mitgliederbestand 454

1981
Die Generalversammlung stimmte einer Erhöhung des Aktivmitgliederbeitrages um Fr. 10.-- zu. Die Baubewilligung für eine WC-Anlage wurde genehmigt.
Die Bewilligung für das Bootsplatzareal konnte um 5 Jahre verlängert werden. Die Entschädigungen für die Mitglieder der Bootsplatz-Kommission wurden neu angepasst. Zudem gründeten Mitglieder ein Fischerchörli.
Am 1. August feierte man das fünfjährige Bestehen des Vereinsareals mit Fischerhüsli.
Mitgliederbestand 440

1982
An der GV wurde die Erhöhung der Mitgliederbeiträge für Aktive um Fr. 10.-- beschlossen. Neuer Mitgliederbeitrag Fr. 35.-- .
Am 8. Mai 1982 fand die Delegiertenversammlung des Schweiz. Fischereivereins im Hotel Zürich statt. Der Anlass wurde von unserem Vereine mit einem eigenen OK organisiert.
Am Sonntag, den 9. Mai wurden der unvergessliche Anlass, für alle Teilnehmer, mit einer Schifffahrt und Mittagessen auf dem Zürichsee abgeschlossen. Es war für unseren Verein ein grosser Erfolg.
Mitgliederbestand 442.

1983
An der GV wurde dem Vorstand eine jährliche Entschädigung von Fr. 2’800.--, inkl. Vorstandsessen, zugesprochen. Abstimmungsergebnis 56 Ja, 21 Nein. Die Passiv-Mitgliederbeiträge wurden auf Fr. 25.-- erhöht. Mitgliederbeiträge neu: Aktivmitglieder Fr. 35.--, Passivmitglieder Fr. 25.-- .
Mitgliederbestand 453

1984
Werner Vieser wurde als Interims-Präsident gewählt und löste Walter Bauer als Vereinspräsident ab.
An der nachfolgenden ausserordentlichen Generalversammlung wählte man ihn als Präsident und H. Mock als Vizepräsident. Bei einer Volksinitiative zur Rettung unserer Gewässer wurden 179’456 Unterschriften abgegeben.
Mitgliederbestand 462

1985
Die Bewilligung für Areal und Bauten konnte um 5 Jahre verlängert werden.
In diesem Jahr erfolgte die erste Vereinsreise ins Ausland, Ziel Lech am Arlberg. Der Anlass darf als ein Höhepunkt in unserem Vereinsleben bezeichnet werden. Wegen Beteiligungsmangel wurde das Preiskegeln abgeschafft.
Während den Sommerferien konnten im Rahmen des Zürcher Ferienpasses je 50 Kinder, an 5 Dienstagen auf dem Areal fischen. Es war ein voller Erfolg.
Mitgliederbestand 473

1986
Am 16. August war das zehnjährige Bestehen unseres Bootsplatzes und
Fischerhüslis Tiefenbrunnen, welches schlicht gefeiert wurde. Damit verbunden war auch das Ehren- und Freimitgliedertreffen.
Appell durch den Kantonalpräsidenten des FKZ. Es wurden massive Verstösse gegen das Gesetz in Sachen Egli, sowie dem Fischverkauf festgestellt.
Mitgliederbestand 485.

1987
Es erfolgte eine Eingabe an die Fachgruppe Zürichsee betreffend Aufhebung der Hegenenfischerei mit einer Nymphe während der Schonzeit.
Mitgliederbestand 485

1988
Als neuer Präsident wurde Fredy Spieser gewählt.
Nach 11-jähriger Vorstandstätigkeit gaben H. Mock und V. Rutz ihren Rücktritt bekannt. Der Antrag von Hans Mock, den Aktivmitgliederbeitrag auf Fr. 53.-- zu erhöhen, dies inkl. Verpflegung an den Wettfischen, wurde an der Generalversammlung angenommen.
Am 18.November wurde eine ausserordentliche Generalversammlung einberufen, wobei eine grosse Diskussion um den Austritt aus dem FKZ und SFV statt fand. Heftige Wortführungen, dafür und dagegen, flachten im Laufe des Abends ab. Eine Abstimmung wurde nicht durchgeführt.
Mitgliederbestand 401,

1989
Da F. Spieser überraschend zurück trat, wurde Ottavio Benelli an der ausserordentlichen Generalversammlung vom 20. Januar interim als Präsident gewählt. Die ordentlichen Generalversammlung am 25. Februar bestätigte diese Wahl.
Die Statutenrevision wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen. Zudem fand der Eintritt ins Vereinskartell Zollikon statt, in welchem 48 Vereine vereinigt waren. Die sogenannte Fünflieber- Aktion des SFV, bei welcher die Initiative zur Rettung unserer Gewässer gestartet werden sollte, wurde an der Generalversammlung mit einer Gegenstimme deutlich angenommen.
Wegen zu geringer Beteiligung verzichtete man in Zukunft auf eine Frühjahrsversammlung. Am 2. Juli wurde ein Hüttlifest abgehalten. Daran nahmen trotz starken Regens ca.120 Personen teil.
Mitgliederbestand 378.

1990
An der Generalversammlung wurde W. Illi als neuer Vereinsfischen-Obmann gewählt.
Dank kurzfristigen Bestimmungsänderung (Aufhebung der Schonmasse), erfolgten in diesem Jahre sensationelle Fangergebnisse bei den Egli. Auch wurde etliche Hechte gefangen. Das Fischerhüslis bekam einen neuen Anstrich und eine weitere Platzsanierung fand statt. Das Absenden fand neu an einer Vereinsreise statt.
Mitgliederbestand 361

1991
F. Näpflin und B. Zwahlen schenkten dem Verein eine neue Vereinsfahne. Der Passivmitgliederbeitrag wurde von Fr. 25.-- auf Fr. 30.-- erhöht.
Beim Bootsplatz erneuerte man den Zaun gegen den Zollikoner Bootsplatz hin. Der Innenraum des Hüttlis wurde neu gestrichen. Zudem verstärkte man die Stromanlage.
Mitgliederbestand 353

1992
Die Trockenplatzgebühren wurden von allgemein Fr. 130.--, für den Sommer auf Fr. 170.-- und für den Winter auf Fr. 150.-- erhöht.
Mitgliederbestand 355

1993
Die GV vom 27. Februar 1993 bewilligte für das Jubiläum 70 Jahre Seesportfischerverein der Stadt Zürich ein Kredit von Fr. 10’000.--. Am 18. Juli fand ein Hüttlifest statt, welches von ca. 180 Personen besucht wurde.
Mitgliederbestand 361

1994
Im Kongresshaus Zürich fand im Anschluss an die Generalversammlung die Jubiläumsfeier statt. Es waren 170 Gäste anwesend. Der Anlass verursachte jedoch enorm höhere Kosten als budgetiert waren.
Das Hüttli wurde auf drei Seiten neu getäfert. Ein neuer Hochdruckreiniger wurde angeschafft. Da der Bootssteg neben dem Bootshaus beschädigt worden war, musste derselbe erneuert werden. Der FKZ wurde 20 Jahre alt.
In der Fischzuchtanstalt Stäfa musste man ein Fischsterben registrieren. Dies betraf vorwiegend Forellen, jedoch auch andere Fischarten. Grund dafür war eine unsachgemässe Manipulation der Frischwasserzufuhr.
Mitgliederbestand 351

1995
An der GV genehmigte man einen Rahmenkredit von Fr. 10’000.-- für eine neue Toilette.
Durch F. Näpflin und B. Zwahlen wurde am 29./30. Juli der Ferienpass organisiert, an welchem die Teilnahme von ca. 120 Jugendliche im Alter zwischen 10 - 18 Jahren vorgesehen war. Der Anlass konnte dank Helfern aus dem Mitgliederkreis ohne Schwierigkeiten durchgeführt werden.
Am 8,/9.und 10. September führte die von F. Näpflin organisierte Vereinsreise nach Lech/ Vorarlberg, Motto "Preise wie vor 10 Jahren". Die mehrtägige Reise mit Absenden war ein voller Erfolg.
Mitgliederbestand 361

1996
A. Schumacher fragte die Generalversammlung an, ob er die Jubiläumsfeier 75 Jahre Seesportfischerverein Zürich organisieren dürfe. Er erhielt dazu die Zustimmung, sowie eine Kostengutsprache von Fr. 6’000.-- bis Fr. 7’000.--.
A, Imhof wurde als neue Versicherungs-Obfrau in den Vorstand gewählt.
Der neuen Festsetzung der Mitgliederbeiträge stimmte die Generalversammlung zu. Der neuen Eintrittsgebühr von Fr. 50.-- wurde ebenfalls zugestimmt..
Die Durchführung des Ferienpasses beschränkte man auf einen Tag. Zudem feierten Mitglieder das 20-jährige Bestehen des Hüttlis in kleinem Rahmen.
Am Zürichsee sollen sogenannte Fischtafeln aufgestellt werden. Insgesamt wollte man im ganzen Kanton 50 - 200 der Tafeln an den Gewässern anbringen.
Nach einem Bericht des SFV sollen in der Schweiz von 53 Fischarten, deren 8 ausgestorben, 4 vom Aussterben bedroht, 6 stark gefährdet, 9 gefährdet, 15 potentiell gefährdet sein und bloss 11 Arten als nicht akut gefährdet gelten.
Mitgliederbestand 339

1997
An der Generalversammlung vom 1. März trat Ottavio Benelli als Präsident zurück. Als neuer Präsident wurde Thomas Leeger gewählt. Als Interimsaktuar für ein Jahr wählte die Versammlung W. Schwarz. Zudem beschloss die Versammlung eine Erhöhungen der Mitgliederbeiträge und Trockenplatzgebühren.
Mitglieder des Vereins beteiligen sich an der offiziellen Seeputzete.
Das vom Vorstand in Auftrag gegebene Jahresprogramm in Heftchenform mit Werbeteil, welches ausser der Deckung der Druckkosten zusätzliche Vereinseinkünfte brachte, wurde von P. Meier entworfen und erstellt.
Für die im Jahre 1999 stattfindende Jubiläumsfeier wurde, auf Antrag von A. Schumacher, ein Budget von Fr. 8’000.-- gutgeheissen und zur Rückstellung empfohlen.
Auf dem Hüttliareal hatte sich einiges, zwangsweise oder freiwillig, verändert.
Der heissgeliebte Ofen im Hüttli musste nach zwei Jahrzehnten ausgewechselt werden. Der Vorplatz wurde teilweise neu geteert. Der alte Unterbau des Hüttlivordaches ersetzte die Bootsplatzkommission, unter Leitung von W. Howald durch eine Aluminiumkonstruktion. Das Vereinshaus wurde innen und aussen neu gestrichen. Zudem konnte, dank der guten Beziehung von R. Sewer, das Hüttlimobiliar erneuert werden.
Mitgliederbestand 329

1998
Trotz schlechten Wetters wurde das von W. Illi, (seit 1990 als Vereinsfischen-Obmann ) und B. Zwahlen, (ehemaliges Vorstandsmitglied) ins Leben gerufene Plauschfischen im Januar erstmals abgehalten und gut besucht.
Durch Th. Leeger wurde der erste Kurs für Jungfischer im Alter zwischen 10-18 Jahren ins Leben gerufen. Es nahmen 35 Jugendliche daran teil, wovon 27 Teilnehmer den Kurs mit dem Erwerb des Schweiz. Fischerei-Brevets abschlossen.
Die neu gegründete Jugendgruppe zählte bereits 21 Jugendliche.
An der Generalversammlung vom 28. Februar, welche erstmals im Gemeindehaus Zollikon stattfand, wurde der Antrag von Th. Leeger ein jährlich wiederkehrendes, öffentliches Fischessen durchzuführen, von der Versammlung angenommen. Die Versammlung wählte W. Howald als Drucksachen-Obmann.
Das bewilligte Fischessen wurde von Th. Leeger und dem Vorstand sofort organisiert. Der Anlass fand am 11./12. Juli auf dem Hüttliareal statt.
Th. Leeger schenke dem Verein das von einem Künstler gestaltete Logo für das Fischessen. Das für das Fischessen angeschaffte blaue T- Shirts mit dem Vereinswappen wurde jedem mitarbeitenden Mitglied geschenkt.
Dank den gut organisierten Vorarbeiten von Th. Leeger und W. Schwarz, sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern und der Bootsplatzkommission, konnte der Anlass mit Erfolg durchgeführt werden.
Durch das Mitwirken von Familienangehörigen und Bekannten der Vorstandsmitglieder und einer grossen Anzahl von Vereinsmitgliedern, mit viel Arbeit vor, nach und während des Fischessens, wurde dasselbe ein grosser Erfolg.
Ein spezieller Dank an U. Lühr und den Köchen von der Diavolezza für die vorzügliche Zubereitung der Fische und an die Kellner, welche grosse Dienste im Service leisteten. Dank der Mitarbeit der Diavolezza-Crew konnte das Fischessen ohne Probleme bewältigt werden.
Um die Platzzahl zu erweitern, wurde uns von der Fa. Kibag ein grosses Floss zur Verfügung gestellt, auf welchem die Harmonie Zollikon zu einem Frühschoppenkonzert aufspielte.
Insgesamt wurden ca. 500 kg Fische verkauft. Hauptanteil daran waren Felchen, dazu kamen kleine Anteile von Hecht, Egli und Schwalen.
Als Dankeschön für den Arbeitseinsatz der Mitglieder am Fischessen fand ein Helferessen statt.
Dank dem finanziellen Erfolg des Fischessens konnten zusätzliche Partiezelte und eine Grossfriteuse für den Gebrauch an Vereinsanlässen angeschafft werden.
Mitgliederbestand 349

1999
An der Generalversammlung 1999, wurde der Vorstand um 2 Personen erweitert. Neu wurden in den Vorstand der Bootsplatz- und der Jugendgruppen-Obmann integriert. Als Bootsplatz-Obmann wählte die Versammlung F. Müller.
Für den Jugendgruppen-Obmann stellte sich W. Leeger zur Verfügung.
Am Sa./So., 10./11.Juli 1999, fand das 2. öffentliche Fischessen auf dem Hüttliareal Tiefenbrunnen statt. Dafür wurden blaue und rote T-Shirts angeschafft.
Auch dieser Anlass war Dank der emensen Arbeit, welche Vorstand, Vereinsmitgliedern, deren Familienangehörigen, sowie Köche und Kellner der Diavolezza leisteten, wiederum ein grosser Erfolg.
Die Infrastruktur unseres Vereins wurde durch verschiedene Anschaffungen erweitert. Im Vereinshaus baute man eine Lüftung als Rauchabzug ein. Es wurden neues Besteck, eine kleine Friteuse und eine Kühltruhe angeschafft. Der Verein schaffte zwei Ruderboote an, welche den Jugendmitglieder zur Verfügung gestellt wurden.
Am 25. September konnte im Gemeindesaal Zollikon das Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen des Vereins gefeiert werden. Dasselbe wurde durch ein Komitee, unter der Führung von Ehrenpräsident W. Schumacher und weiteren Vorstandsmitgliedern organisiert. Für die reichhaltige Tombola war V. Rutz zuständig. Der Anlass war ein grosser Erfolg.
Die Glückwünsche und Gaben, inkl. den 2500 Junghechten der Jagd- und Fischereiverwaltung haben wir mit Stolz und Dank entgegen genommen.
Mitgliederbestand 343

2000
Mit dem beliebt gewordenen Plauschfischen wurde das Jahr eröffnet.
Die Generalversammlung vom 26. Februar stimmte einer Erhöhung der Aktivmitgliederbeiträge und einer Erhöhung der Vorstandsentschädigungen zu. Zudem sprach man dem Hüttliwirt eine feste jährliche Entschädigung zu. Auflage war, dass das Hüttli von ihm jeden Freitag bewirtet werden muss.
Da nach einem unerwarteten Rücktritt von P. Meier kein Kassier gefunden werden konnte, übernahm Th. Leeger vorläufig diese Aufgabe.
Am 3. öffentliche Fischessen vom 8./9. Juli wurden, zwecks Vergrösserung der Platzkapazität, über dem Schiffsteg und der Schiffsrampe ein Aufbau erstellt. Zudem richtete man hinter dem Hüttli neu eine Bar ein. Das Holz für die Aufbauten wurde von der Fa. Crivelli leihweise zur Verfügung gestellt. Trotz schlechten Wetters besuchten vielen Gästen den Anlass. Es konnte wieder von einem Grosserfolg gesprochen werden. Für das Fischessen wurden 8 Servierportemonaies mit Köcher gekauft.
Die Infrastruktur unseres Vereins hatte wieder einen grossen Sprung nach vorne gemacht. Da die alte Materialhütte teilweise verfallen war und das alte Werkzeug nichts mehr taugte, schaffte man ein neuer Materialcontainer und neues Werkzeug an. Der Schiffsteg vor der Hütte wurde erneuert. In Zollikon mietete der Verein eine Garage und in Küsnacht einen Abstellraum, um das Vereinsmaterial zu lagern. Da ein Baum auf dem Areal hohl und morsch war, musste derselbe gefällt werden. Auf Ersuchen des Präsidenten hin, beteiligte sich die SBB mit Fr. 1’000.-- an den Kosten.
Für alle Bauten auf dem Areal, inklusive Schiffsteg und die Schiffsrampe wurde ein Baugesuch eingereicht und dafür durch die Behörde eine Bewilligung bis 2015 erteilt. Auf dem Notariat Zollikon erfolgte ein Eintrag im Grundbuch. Die Assekuranzversicherung des Hüttlis erhöhte man von Fr. 30’000.-- auf neu Fr. 110’000.--.
Mitgliederbestand 313

2001
Auf der fischereilichen Ebene hatten sämtliche Vereinspräsidenten am Zürichsee, sowie der FKZ die Eingabe betreffend 1)
Netzsperrgebiet, 2) Verlängerung der Schleickzeit mit der Tiefseeschleicke
1. - 15. September, 3) Patent plus (Patent für einen Gast zur Ausübung der Fischerei mit dem vollen Gerätekontingent), 4) die Reduktion der Gesamtnetzfläche auf dem Zürichsee im Kanton Zürich um 40%, unterschrieben. Die Eingabe wurde der Fischereikommission zugestellt.
An der Generalversammlung vom 24. Februar wurde die Namensänderung des Seesportfischerverein der Stadt Zürich auf Seesportfischerverein Zürich und Zollikon vollzogen. W. Schwarz und Th. Leeger gestalteten das Vereinswappen neu. Zudem wurden die Statuten neu verfasst. Alle diese Anträge hiess die Versammlung gut. Da unser Areal auf Zollikonerboden liegt, dürfte diese Neu- orientierung für den Seesportfischerverein Zürich und Zollikon ein politisch wichtiger Schritt für die Zukunft gewesen sein.
Die Generalversammlung hiess die erste Fischerweihnacht gut, welche die Vereinsreisen und die Herbstversammlung mit Absenden ersetzen sollte.
W. Leeger übernahm als Zweitamt das Amt des Vizepräsidenten. Die von W. Schwarz organisierte Weihnachtsfeier konnte am 15. Dezember im Gemeindehaus Zollikon abgehalten werden. In dem von F. Müller und W. Howald schön dekorierten Saal fand das Fest mit Absenden, Samichlausbesuch, Spiele, Musik und Tanz, sowie einem feinen Essen bei den Anwesenden grossen Anklang. Trotz einer Grippewelle nahmen über 100 Personen daran teil.
Mitgliederbestand 315

2002
An der Generalversammlung vom 23. Februar stimmten die Mitglieder dem von A. Schumacher gestellten Antrag zu und ernannten Th. Leeger, für seine grossen Verdienste zum Wohle des Vereins, zum Ehrenpräsidenten.
Als neuer Kassier konnte Th. Jäggi geworben werden. Er wurde auch gewählt. Leider musste auch die zweite Erle wegen fortgeschrittener Fäulnis gefällt werden.
Auf dem Areal wurden die alten Tramschienen von der Rampe entfernt und dieselbe ausplaniert. Für die heutigen schwereren Schiffe musste ein neuer Schiffsrolli angeschafft werden. Die Führungsschienen für den Rolli wurden neu gesetzt und in den See hinaus verlängert. Ein grosses Aquarium für Köderfische, welches durch eine Pumpe mit Seewasser gespiesen wird, konnte aufgestellt werden. Im weiteren hatten wir, die von W. Schwarz entworfene Vereinsfahnen, in zwei Grössen anfertigen lassen. Ein Restaurantbesitzer spendet dem Verein einen grossen Kühlschrank. Für das Fischessen wurde ein Gasgrill angeschafft. Der Hüttlivorbau wurde vorne angehoben und das beschädigte Dach ersetzt.
Dank grossen Bemühungen von unserem Präsidenten, Th. Leeger, konnte am 28. November mit der SBB ein Baurechtsvertrag für 50 Jahre abgeschlossen werden. Für das 5. Fischessen liess man künstlerisch bemalte Hinweistafeln anfertigen, welche an den verschiedenen Zufahrtsstrasse aufgestellt wurden. Wie seit Jahren bereitete U. Lühr und seine Crew die hervorragend schmeckenden Fische zu.
Die Fischerweihnacht mit Apero und Klausbesuch war wieder ein würdiger Ausklang des Jahres. An den von E. Schwarz schön dekorierten Tischen nahmen ca. 150 Personen Platz und verbrachten einen fröhlichen Abend.
Mitgliederbestand 328

2003
Von der Generalversammlung wurde eine Rückstellung von Fr. 35’000.-- für den eventuellen Landkauf und die Sanierung des Bootsplatzes bewilligt.
Als neuer Bootsplatz-Obmann wurde W. Howald gewählt. Gleichzeitig führte er das Amt des Drucksachen-Obmannes weiter.
Für den Hüttlivorbau liess man massgerechte Seitenwände mit Fenstern anfertigen. Für die Aus- und Einwasserung der Boote wurde ein Winde mit stärkerem Motor und Fernbedienung angeschafft.
Als das EWZ bei der Kibag einen Graben aushoben, konnte in Zusammenarbeit mit der Projektführung, von W. Howald und F. Eggler ein Weg gefunden werden, um die Stromzufuhr für das Fischessen an unserer Arealgrenze einzurichten.
Ein WC-Bau mit Klärgrube wurde vom AWEL nicht bewilligt. Eine Projektstudie mit 3 Varianten eines Kanalisationsanschlusses wurde in Auftrag gegeben. Zwei Varianten davon wären auf Fr. 60’000.-- bis Fr. 80’000.-- zu stehen gekommen, was gegenüber einer Grube kostenmässig in keinem Verhältnis stand. Da die Gemeinde
Zollikon ebenfalls unserer Ansicht war, stimmte das AWEL einer Eingabe des WC mit Fäkaliengrube zu. Für die Eingabe beim Bauamt Zollikon sowie die Bauführung, wurde das Projekt an die Fa. Th. Wunderli & Partner AG übergeben.
Da genügend Platz vorhanden war, konnten für das 6. öffentliche Fischessen ein grosses und ein kleineres Grosszelt aufgestellt werden. Die vom beinahe professionellen Bautrupp verrichteten Arbeiten, wie erstellen der Aufbauten, Einrichtung der Küche, der WC- Anlage, usw., verdiente ein besonderes Lob.
Da der Vorstand aus Rücksicht auf die finanzielle Lage des Vereins, von 1996 bis 2003 auf Vorstandsreisen und Vorstandsessen verzichtet hatte, wurde vom 9. - 12. Oktober eine Vorstandsreise an den Millstättersee unternommen.
Mitgliederbestand 329

2004
Im Januar fand das traditionelle Plauschfischen mit grosser Beteiligung statt.
An der Generalversammlung wurde die Jugendgruppe wegen Desinteresse
der Jungfischer aufgehoben.
Da W. Schwarz als Mitorganisator des Fischessens zurück trat, wurden seine Aufgaben für das 7. Fischessen von E.Grob übernommen. Für das Servierpersonal am Fischessen schaffte man weisse Hemden mit dem Vereinswappen an. Für die Zuleitung des Starkstroms wurde für das Fischessen ein neuer Elektroverteilerkasten gekauft, wodurch beachtliche Elektrokosten gespart werden konnten. Dadurch hatte auch unser Bootsplatz dieses Jahr seine Aufwertung bekommen.
Das 7. Fischessen konnte dank der guten Arbeit des Bautrupps, der
organisierenden und mitarbeitenden Vorstandsmitglieder, sowie den Mitglieder welche sich als Helfer betätigten, mit grossem Erfolg durchgeführt werden. Ebenfalls war auch unser altbekannter und bewährter Uwe mit seinen Köchen daran beteiligt.
Für die Vorstandsmitglieder wurden Vereinshemden gekauft. Durch den SFV wurde eine Volksinitiative betreffend Restwassermengen in Flüssen beschlossen. Dies um die bereits bestehende gesetzliche Vorgabe umzusetzen.
Nach zahllosen Sitzungen und Abklärungsarbeiten, sowie Augenscheinen mit Verwaltung und dem Architekten durch Th. Leeger und 10-facher Projekteingabe, konnte darauf gehofft werden, dass die Bewilligung des WC-Baus mit Kanalisationsanschlusses erteilt würde.
Dank der Initiative und den guten Beziehungen zur Liegenschaftenverwaltung der SBB konnte Th. Leeger an der Weihnachtsfeier verkünden, dass das Hüttliareal gekauft werden könnte und dafür die Zusicherung der SBB bestehe.
Mitgliederbestand 316

2005
An der Generalversammlung vom 12. Februar wurde vom Vorstand der Antrag gestellt, unser Vereinsareal zu kaufen. Da sich bei einer vorheriger Umfrage ergeben hatte, dass der Kauf des Grundstückes durch Barspenden, zinslosen und verzinsbaren Darlehen finanziert werden konnte, wurde der Antrag einstimmig gutgeheissen. Ebenfalls wurde von der Generalversammlung genehmigt, dass das Grundstück durch ein Mitglied verwaltet werden kann.
In Zusammenhang mit dem Landkauf wurde auch der Bau der WC-Anlage mit Kanalisationsan-schluss beantragt. Nach den Ausführungen über die Finanzierung, welche eine Hypotheke von
Fr. 80’000.-- auf 2 Jahre, und die restlichen Kosten aus dem Vereinsvermögen beinhaltete, stimmten 87 Mitglieder dem WC-Bau zu. Der abtretende Aktuar W. Schwarz konnte durch E. Grob ersetzt werden, übernahm jedoch im Vorstand das Amt der Grunstücksverwaltung.
Am 6. April, einem historischen Tag der Vereinsgeschichte des Seesportfischerverein Zürich und Zollikon, konnte auf dem Notariat Riesbach der Kauf des Grundstückes durch Th. Leeger, in Anwesenheit von Frau Barbara Schnüriger, Vertreterin der SBB, W. Schwarz, Vorstandsmitglied, unter Aufsicht des Notariatsassistenten Herr Rüegg unterschriftlich besiegelt werden.
Die WC- Anlage konnte dank intensiver Mitarbeit von R. Sewer und Michael Suter, welche für die sanitären Einrichtungen zuständig waren, sowie durch die Arbeit von R. Hofacker, der mit seinem grossen Effort unentgeltlich die Plattenarbeiten bewerkstelligte, vor dem 8. Fischessen fertig erstellt werden. Besten Dank an die Mitarbeiter.
Zudem konnte die Gemeinde Zollikon von Th. Leeger, mit einer nachhaltigen Argumentation für einen Unkostenbeitrag von Fr. 60’000.-- gewonnen werden, nachdem der Leiter der Liegenschaftenabteilung der Gemeinde Zollikon die Baukostenabrechnung (Kanalisation und WC) geprüft hatte.
Unser Bootsplatz konnte auch diese Jahr durch die von der Bootsplatz-Kommission ausgeführten Arbeiten aufgewertet werden. Von W. Howald und A. Meyer wurden unter dem Bootssteg die Brandmauer erneuert, der Filetiertisch neu aufgebaut und überdeckt. Zudem erstellten sie verschiedene Wasserleitungen und schloss dieselben an. Hinter der Fischerhütte wurden Garderobenschränke aufgestellt und der Raum zwischen Hüttli und Strasse mit einer Wand und einem Dach versehen.
Das 8. Fischessen konnte auf dem neu ausgebauten Platz mit Erfolg durchgeführt werden.
Mit der von E. Grob organisierten Weihnachtsfeier konnte das erfolgreiche Vereinsjahr in gemütlicher Gesellschaft abgeschlossen werden.
Mitgliederbestand 321

2006
An der Generalversammlung vom 11. Februar übergab Walter Howald, nach 10-jähriger Tätigkeit in der Bootsplatz-Kommission, das Amt des Bootsplatz-Obmannes an Arthur <<Turi>> Meyer, wobei er demselben als Stellvertreter weiter zur Verfügung steht.
Für die bevorstehende Einweihung des eigenen Bootsplatzareals wurde ein Organisationskomitee gegründet.
Der neuen Bootsplatz-Obmann gestaltete neben der Bootsrampe einen schönen Platz. Hinter dem Bootshaus wurde der dortigen Platz durch Mauern abgestützt und das Niveau angehoben und ausgeglichen. Der ganze neu errichtete Platz und die Einfahrt zum Areal wurden neu geteert.
Das 9. Fischessen gehört bereits der Vergangenheit an und konnte wieder mit grossem Erfolg abgeschlossen werden, obwohl dass Wetter nicht ganz mitspielte und gleichzeitig die Fussballweltmeisterschaft statt fand.
Für die mitarbeitenden Mitglieder schaffte der Vorstand neue T- Shirts mit Kragen und aufgewobenem Vereinswappen angeschafft. Dieselben wurden den Helfern als Vereinsleibchen und zur Benutzung an zukünftigen Fischessen übergeben. Für die anstehenden Jubiläen wurde ein Jubiläumswein mit spezieller
Etikette geschaffen.
Die Einweihung des erworbenen Bootsplatzes und das Jubiläum für den 30-jährigen Hüttlibestand fand am 19. August auf dem Hüttliareal statt.

2007

Das Fischjahr 2007 bescherte den Petri-Jüngern nur selten Freude, denn in allen Fischarten war der Fang ausserordentlich schwach.

Das Grundstück an der Stadtgrenze Zürich/Zollikon am Zürichsee erfuhr in diesem Vereinsjahr erneut eine starke Aufwertung. So ist «euises Hüsli» mit einem Gasofen sowie modernsten Isolationsfenstern ausgestattet worden. Der Platz unter dem Vorzelt bis hinter das Fischerhüttli wurde eingekiest, sowie der ganze Boden mit Verbundsteinen neu verlegt. Am Zaun zum Bootsplatz Zollikon wurde die Erde ausgehoben, Stellriemen eingemauert und auf der ganzen Länge neu bepflanzt, so dass alle ins Grüne und auf den Zürichsee – und nicht auf die Unordnung schauen dürfen.

Weiter wurde die Aussenküche unseres Vereinshauses neu konzipiert. Sie erhielt neben einer Chromstahl-Kombination inkl. Waschbecken zusätzlich einen Küchenoberbau. Die Bauabteilung der Bootsplatzkommission hat ebenfalls beim mittleren Teil der Uferverbauung mit der Stabilisation der Böschung begonnen.

Nach der Vernehmlassung zur Neufassung der Ausführungsbestimmungen über die Fischerei im Zürichsee und Obersee ist nun das Gesetz mit Wirkung ab 1. Januar 2008 für dieses Konkordatsgewässer in Kraft getreten. Für die Angelfischerei kann das neue Gesetz als echter Fortschritt bezeichnet werden. Einzig das Fischen mit dem Lebendköder wurde im Zürichsee aufgrund des Konkordatsgewässers (Patentzusammenschluss der Kantone SG/SZ/ZH) verboten. Der ganze Vorstand des Fischereiverbandes des Kanton Zürich (FKZ) wurde an einer ausserordentlichen Generalversammlung neu gewählt.

Mitgliederbestand 304

2008

Die Forellen fehlten dieses Jahr durchwegs, der Fang bei den Felchen war gut, der Hecht selten und der Egli schlicht Mangelware.

Auf dem Areal ging die Arbeit weiter, wobei an wöchentlichen Bausitzungen die Arbeiten koordiniert wurden. In diesem Jahr wurde der mittlere Teil der Uferböschung zum See mit dem Steingarten und dem Setzen von Pflanzen vollendet. Ebenso wurden rund um den Platz die Anschlüsse für den neuen Belag fertig gestellt und danach bis auf das Mittelteil alles neu planiert. Dabei wurden die Hülsen für das Festzelt des Fischessens mit einem Lasermessgerät eingemessen und fix gesetzt. Die Tische unter dem Vorzelt sind alle abgeschliffen, repariert und gestrichen worden. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Bootsplatz-Obmann Turi Meier für seinen grossartigen Einsatz und die geleisteten Arbeiten auf dem Vereins-Grundstück.

Am Patentwesen im Kanton Zürich ist ab 2008 nichts mehr auszusetzen. Es ist schlicht als hervorragend zu bezeichnen. Die Vereinsspitze des FKZ hat sich gut eingearbeitet und besitzt das Vertrauen der Mitglieder. Neu nehmen auch die Präsidenten der Fischervereine am Zürich-Obersee an den Sitzungen teil. In der Fischzuchtanstalt Stäfa wird durch den Fischerverein Männedorf-Uetikon-Stäfa mit einem beachtlichen Einsatz die Aufzucht und Brütung der Seeforelle für den Zürichsee vorangetrieben.

Der Abschluss im Jahr bildete traditionell die Fischerweihnacht mit dem Absenden. Dieser Anlass ist, wie das öffentliche Fischessen im Juni, ein tragender Pfeiler in unserem Vereinsleben.

Mitgliederbestand 309

2009

Das Jahr 2009 begann, wie die zehn vorherigen, mit einer schlechten Forelleneröffnung. Die Getupfte erfreute übers ganze Jahr nur wenige Petri-Jünger. Hingegen war es wiederum ein gutes Felchenjahr, der Hecht war etwas aktiver, doch die Barsche ein bisschen launischer und schwieriger zu befischen.

Auf dem Areal wurde der ganze Mittelteil neu geteert und der Abgang zum See mit einer Rinne und Oelabscheider versehen. Das Vereinshaus («Fischerhüttli») wurde renoviert und erhielt eine neue Küche, Kühlanlage für Getränke, eine Garderobe, Boden sowie Bodenheizung, Lüftung, Sitzbänke, Lampen sowie der ganze Elektrokasten wurde neu aufgesetzt. Die provisorischen elektrischen Anlagen auf dem Areal sowie im «Fischerhüttli» wurden ebenfalls neu verlegt und den offizielen baulichen Vorschriften angepasst. Der Schiffsanlegesteg zum Bootshaus wurde renoviert.

In Zusammenarbeit mit der kantonalen Jagd- und Fischereiverwaltung wurde der Nebelbach elektrisch abgefischt und die rund 500, bis zu 30 cm grossen Forellen dem Zürichsee übergeben. Der Nebelbach wurde daraufhin durch unseren Verein und der Jagd- und Fischereiverwaltung wieder neu mit 16‘000 Brütlingen besetzt.

Das öffentliche Fischessen, das Plauschfischen und die Fischerweihnacht mit Absenden sind im Vereinsleben zur Tradition geworden.

Mitgliederbestand 323

2010

Die Fischerei auf Renken und Hecht kann dieses Jahr als gut bezeichnet werden. Das Fischessen Nr. 13 war infolge der Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland und diversen Veranstaltungen in der Region schwächer besucht als andere Jahre.

Auf dem Grundstück ging es mit den Bauarbeiten dem Ende entgegen. Mit der Isolierung und Neutäferung des Vereinshauses wurde ein letzter grosser Schritt getan. Durch die perfekte Isolation kann der Energieverbrauch stark reduziert werden. Das bedeutet, dass die Bodenheizung für das Vereinshaus auch ohne Gasheizung ausreicht. Diese Optimierung spart dem Verein jährlich hohe Gaskosten. Der Vorbau des Vereinshauses erhielt ein neues Kleid aus Holz. Zur Vervollständigung der Infrastruktur wurden ein Tiefkühlschrank und ein Kühlschrank angeschafft. Das Eingangsportal zum Fischerhüttli ziert nun eine schmucke Lampe mit handgemalten Wappen unseres Vereins.

Präsident Thomas Leeger war schon seit einiger Zeit bemüht, die finanzielle Last für den Verein drastisch zu reduzieren. Seine Hartnäckigkeit zeigte Erfolg! So teilte ihm die Gemeinde Zollikon den Gemeinderatsbeschluss vom 1. Dezember 2010 mit: «Der Verein ist finanziell in der Lage, das nötige Geld auch über private Geldinstitute aufzunehmen. Die Geschäftsrichtlinien der Schweizer Banken schliessen aber grundsätzlich die Belehnung von Grundstücken ausserhalb der Bauzone aus. Die aktuelle Hypothek der ZKB ist eine Ausnahme von dieser Praxis. Dafür wurde die Hypothek mit einer raschen Amortisation versehen, welche den Verein stark belastet und eine langfristige Finanzierung verunmöglicht hatte. Die Auslösung der Hypothek durch eine andere Bank ist nicht möglich, da auch die anderen Finanzinstitute diese Klausel in ihren Geschäftsbedingungen führen.»

Die Gemeinde Zollikon gewährte deshalb dem Seesportfischerverein Zürich und Zollikon ein grundpfandgesichertes Darlehen von 150‘000 Fr., rückzahlbar in 25 Jahren. Der Abschluss dieses Darlehensvertrags ermöglichte die finanzielle Absicherung des Seesportfischer-Vereins Zürich und Zollikon auf Lebenszeit, denn die jährliche Amortisation von 6‘000 Fr., plus durchschnittlich 2‘000 Fr. Zins, können ohne weiteres aus den Mitgliederbeiträgen finanziert werden, ohne auf Nebeneinnahmen wie z.B. das Fischessen angewiesen zu sein. Wenn man bedenkt, dass wir vor dem Kauf des Grundstückes im Jahre 2005 (ohne Eigentümer zu sein!) eine jährliche Belastung, ohne Amortisation, von 13‘000 Fr. zu tragen hatten.

Mitgliederbestand 311

2011

Die Felchenfischerei konnte 2011 als befriedigend bezeichnet werden. Beim Hecht und Barsch wurden vorallem grosse Exemplare gefangen.
Die Forellenfänge der Patent- und Berufsfischer brachten im zürcherischen Teil des Sees ca. 3 Tonnen auf die Waage, was das Doppelte des Ertrages von 2010 bedeutet. Der Forelleneinsatz sowie die Renaturierung der Bacheinläufe für die Naturverleichung der Forelle zeigen Wirkung.

Aufgrund des Erfolges vom 14. Fischessen sowie des Umstandes, dass auf dem Areal keine baulichen Massnahmen mehr anstanden, konnten wir 2011 unseren Darlehensgeber eine respektable Summe zurückzahlen.

Bei der Finanzierung des Vereinsareals wurden am 10. Januar 2011 die Hypothekarverträge, nach zweijähriger Vorarbeit und diversen Unterredungen mit dem Finanzvorstand bei der Gemeinde Zollikon, gegengezeichnet. Der notarielle Eintrag fand am 20. Juni 2011 um 16.33 Uhr auf dem Notariat Riesbach-Zürich im Beisein von Herrn Lorenz Halder von der Finanzverwaltung Zollikon um mir statt. Der Abschluss dieser Hypothek von Fr. 150‘000.—, rückzahlbar auf 25 Jahre, bedeutet die finanzielle Sicherstellung unseres Vereins auf Lebzeiten.

Ende November haben wir uns vom Hüttliwirt Walter Kuster getrennt, nachdem die Kündigung des Vertrages auf den 1. Oktober 2011an der Vorstandssitzung vom 16. August 2011 mit 6 gegen 2Stimmen, unter 1 Enthaltung, beschlossen wurde. Das Konzept von Herrn Walter Kuster liess sich mit den Vereinsinteressen nicht vereinbaren, da wir ein Fischereiverein sind und kein öffentliches Restaurant führen wollen.

Mitgliederbestand 317

2012

Die Forellensaison 2012 wies das schlechteste Fangjahr allerzeiten auf, obwohl durch die Vereine mit viel Herzblut beim Besatz der Getupften mitgearbeitet wurde. Bei der heute betriebenen Netzfischerei auf dem Zürichsee ist leider dieser Umstand nicht als überraschend zu bezeichnen.Die Felchenfischerei war ebenfalls nicht befriedigend. Die Barschfischerei ist mit Wehmut zu betrachten, da leider viel zu viele Kleinfische gefangen wurden die weit unter dem früheren Mindestmass von 18 cm blieben. Die grossen Barsche wurden nur vereinzelt gefangen, wobei der Hechtfischfang befriedigend war.

Aufgrund des Erfolges vom Fischessen sowie des Umstandes, dass auf dem Areal nur kleine baulichen Massnahmen ausgeführt wurden, konnten die letzten privaten Darlehen von Fr. 22‘500.— ,ein Jahr früher als vorgesehen, vollends abgelöst werden. Die Ablösung der letzten Darlehen feierten wir speziell mit dem Schnappsfest, 88 Jahre Seesportfischerverein Zürich und Zollikon, am 15. September 2012 mit Musik und Gesang, einem guten Essen und viel Humor. Es war ein wunderschöner Anlass, herzlichen Dank allen Beteiligten.

Endlich war es soweit:16 Jahre musste die Vereinsreise aufgrund der Sparmassnahmen zurückgestellt werden. Nun haben wir das Ziel erreicht und der langersehntem Vereinsreise 2012 stand nichts mehr im Wege. Die vom Ehepaar Jäggi organisierte Reise führte uns nach Fruttigen ins Berner Oberland in die Störzucht, wo wir Interessantes erfahren durften.
Im Vereinshüttli ist wieder Frieden eingekehrt, die Mitglieder des Fischereivereins, besuchen das Hüttli wieder mit Freuden. Viele Fischergeschichten in verschieden Farben werden erzählt, der Humor und das Lachen sowie Geselligkeit sind dieses Jahr in der warmen Fischerstube wieder eingekehrt und so soll es auch in Zukunft bleiben.

Mitgliederbestand 320

2013

Die Forellensaison 2013 war sehr schwach. Die Felchenfischerei hatte im Sommer einige gute Tage. Die Barschfischerei war voller Ueberraschungen: Einen Tag sehr gut, andere Tage sehr schwach, die Fische wurden jedoch 2013 durchschnittlich grösser. Die Hechtfischerei brachte 2013 sehr gute Fangergebnisse.

An der GV 2013 wurden die Statuten neu angepasst. Die neugedruckten Statuten haben die Mitglieder mit der Einladung zur GV 2014 erhalten.

Das unter wechselhaftem Wetter durchgeführten 16. Fischessen brachte am Freitag ein volles Haus, der Samstag war schlecht besucht und der Sonntag der Beste seit Bestehen des Fischessens.

Die Vereinsreise führte uns vergangenes Jahr ins Elsass, wo wir eine interessante Vogelschau der Greifvögel miterleben durften.

Das Grundstück ist gekauft, die Infrastruktur gebaut, die finanzielle Lage sichergestellt - nun ist es nach 17 Jahren Zeit für mich den Regierungsstab weiterzugeben. Ich möchte jedoch den Nachkommen klar zum Ausdruck bringen, dass der Seesportfischerverein kein Profticenter für private finanzielle Interessen ist. Das Fischerhüttli sowie deren Konsumationspreise sind für die Vereinsmitglieder und nicht für die Oeffentlichkeit bestimmt. Das Areal des Seesportfischervereins ist ein sozialer Treffpunkt und dient der Fischerei und so soll es auch bleiben. Ich wünsche dem Vorstand weiterhin viel Kraft und Segen im Sinne des Vereins.

Mitgliederbestand 329

Als Ehrenpräsident möchte ich allen noch das Zitat von Henry Ford auf den Weg geben:

Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ist ein Fortschritt, zusammenarbeiten ist ein Erfolg.

Zollikon 08. Februar 2014 Thomas Leeger


Seit der Gründung führten folgende Präsidenten den Verein :

1924 Herr F. Keusch 1 Jahr
1925 Herr H. Zeier 2 Jahre
1927 Herr Jul. Meyer 8 Jahre, 1. Ehrenpräsident
1935 Herr Jak. Schneider 8 Jahre
1943 Herr H. Kurmann 4 Jahre
1947 Herr W. Boxler 3 Jahre
1950 Herr J. Schneider jun. 5 Jahre
1955 Herr E. Lutz 2 Jahre
1957 Herr W. Desideri 9 Jahre
1966 Herr H. Rosenberger 7 Jahre
1973 Herr A. Schumacher 7 Jahre, 2. Ehrenpräsident
1980 Herr W. Bauer 4 Jahre
1984 Herr W. Vieser 4 Jahre
1988 Herr F. Spieser 1 Jahr
1989 Herr O. Benelli 8 Jahre
1997 Herr Thomas Leeger, 17 Jahre , 3. Ehrenpräsident (seit 2002).
2014 Herr Balz Zwahlen, zur Zeit amtierender Präsident


Schlusswort


Die vorliegende Vereinschronik wurde aus alten Vereinsberichten und verschiedenen Protokollen und herausgesucht und zusammengefasst, sowie zur Chronik von 1999, welche in Zusammenarbeit mit dem verstorbenen Ehrenpräsidenten Albert Schumacher erfolgte, ergänzt.
Redaktionell bearbeitet und geschrieben wurde die Festschrift von Willi Schwarz.
Vieles hätte noch verdient erwähnt zu werden. Dies betrifft die verschiedenen Vereinsreisen, die Vereinsfischen, die Jugendfischen, die vielen besonderen Erlebnisse, die vielen Helfer an den Anlässen, sowie die Personen, welche sich als grosse Gönner des Vereins erwiesen hatten. Dabei möchten wir vertretend für dieselben nur Max und Hildegard Trüeb erwähnen. Im weiteren möchten wir unseren langjährigen Hüttliwirt W. Müller (Mitglied seit 1959) nicht unerwähnt lassen.
Der guten Zusammenarbeit und Weitsicht des Vorstandes mit seinen mehrjährigen und neuen Mitgliedern und des initiativen Präsidenten, Thomas Leeger, ist der heutige Wohlstand des Seesportfischervereins Zürich und Zollikon zu verdanken.
Es ist unserem Verein eine freudige Pflichterfüllung, den verschiedenen Komitees, den ehemaligen Vorstandsangehörigen, allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern, der Behörde von Zollikon, der Seepolizei und der Kantonalen Fischereiverwaltung, welche unsere Aufrufe zur Mitarbeit oder zur finanziellen Mithilfe nicht ungehört vorbeigehen liessen, recht herzlich zu danken.
Möge dem Seesportfischerverein Zürich und Zollikon in den nächsten Jahren, in allen Teilen ein voller Erfolg beschieden sein, sodass er zum Wohle seiner Mitglieder und der Sportfischerei weiter blühen und gedeihen werde.
In diesem Sinne wünschen wir allen ein aufrichtiges und kräftiges Petri Heil.

Im Dezember 2011
Der Vereinspräsident: Thomas Leeger
Die Verfasser: Willi Schwarz (gest.), Emilio Egger