des Seesportfischerverein Zürich und Zollikon

Am Sonntag, den 10. Februar 1924 hat der initiative Sportfischer und damaliger Zentralpräsident des Seeverbandes, Fritz Rüegger, eine Vertrauensmänner-Versammlung einberufen, um die Frage der Gründung einer eigenen Sektion in Zürich, im Rahmen des Seeverbandes, zu prüfen.
Nach längerer Aussprache, während derselben die Notwendigkeit zur Gründung einer Sektion allgemein erkannt wurde, erklärte sich Julius Meyer bereit, eine Einladung in Buchformat zu verfassen und damit auf Dienstag, den 26. Februar 1924, 2000 Uhr, im Rest. Pezold, Schifflände 1, Zürich 1, eine konstituierende Versammlung einzuberufen.

Ziele der Versammlung war:

- auf dem Gebiete des Zürichsees, im Fischereiwesen grösseren Einfluss bei
- behördlichen Vorstössen zu erlangen, als es dem einzelnen möglich war,
- Schutz der natürlichen Laichplätze,
- Beseitigung oder Verhinderung von Verunreinigungen des Seewassers,
- Bekämpfung des Fischfrevels,
- Pflege der Geselligkeit und Förderung der Freundschaft zwischen Mitgliedern.

Die Sektion Zürich sollte Mitglied des Verbandes der Sportfischer am Zürichsee werden sowie, massgebend für alle Mitglieder, deren Statuten, Vorschriften und Beschlüsse anerkennen.

In Anwesenheit von 22 Sportkameraden wurde aus dieser Reihe der erste Vorstand wie folgt gewählt:
1. Präsident: Herr F. Keusch.
2. Aktuar: Herr E. J. Meyer.
3. Kassier: Herr F. Rüegger.
4. Beisitzer: die Herren C. Stössel und H. Zeier.

Wie aus Aufzeichnungen zu entnehmen ist, nahmen noch folgende Herren an der Gründungsversammlung teil: Herr Beutler, Herr Bollinger, Herr Bottlang, Herr Diggelmann, Herr Dubs sen., Herr Feistel, Herr Früh, Herr Hummel und Herr Jost.
Als vorläufige Statuten wurden diejenigen des Seeverbandes als verbindlich erklärt.
Als Vereinslokal der Sektion wählte man das Restaurant Schifflände, wo auch das Verbandsorgan, die Schweizerische Fischereizeitung, gelesen werden konnte.
Die Diskussion um Uebernahme eines Limmatreviers unterhalb der Quaibrücke, um ein Schonrevier einzuführen, ergab einige Unstimmigkeiten, sodass davon abgesehen wurde. Die Pacht wurde dann von „einem nicht gerade bekannten“ Hofmann übernommen.
Um Laichplätze für Egli zu schaffen, wurden jeweils 100 -150 Tannenbäumchen, Draht und Alteisen gekauft und an verschiedenen Orten versenkt, was stets eine Belastung von ca. Fr. 150.-- ausmachte.