1970
Auf die unhaltbaren Zustände an der „Riviera“ bezogen, wurde vom Vorstand ein schriftlicher Bericht an Stadtrat H. Frick gesandt.
Mitgliederbestand 246

1971
Mangels fehlender Referenten und Themen wurde auf eine Frühjahrsversammlung verzichtet.
Zürifäscht: Unsere Sektion war am Umzug mit Fussvolk in Fischermontur gekleidet, sowie mit einem Oldtimer-Bregg und einem von Pferden gezogenen Wagen mit Fischerboot beteiligt. Trotz des starken Regens wurde der Umzug in Bewegung gesetzt, wobei wir mit Gummianzügen und Südwesterhüten gut geschützt waren. Über den spontanen Applaus der Zuschauer beim Vorbeigehen unserer Gruppe konnten sich die Beteiligten besonders freuen.
Mitgliederbestand 248,

1972
Das am Absenden zur Tradition gewordene Fisch-Bankett mit Egli, wurde vom Wirt durch Felchen ersetzt, wobei man sich mit den servierten Portionen und dem verlangten Preis nicht einverstanden erklären konnte.
Neue Vorschriften auf dem Zürichsee. Die Sportfischer waren durch Anstrengungen des Seeverbandes mit einem blauen Auge davongekommen.
Um weitere Verschärfungen der neuen Vorschriften zu verhindern, wurden die Mitglieder angewiesen, dieselben strikte einzuhalten.
Mitgliederbestand 254

1973
Herr H. Rosenberger wird im Präsidentenamt von Herrn A. Schumacher abgelöst. Am 29. Oktober erfolgte der Zusammenschluss von See- und Flussfischern zu einem neuen Fischereiverband des Kantons Zürich. Für das Absenden des Seeverbandsfischens übernahm die Sektion Zürich die Organisation.
Die Standplatzgebühren wurden um 100 - 300 Prozent erhöht.
Am 27. Mai fand der Vereinsausflug statt, welcher mit einer Schifffahrt auf dem Rhein und Untersee verbunden war.
Mitgliederbestand 272

1974
Am 15. Juni wurde ein Jugendwettfischen veranstaltet, an welchem von ca. 150 Jugendlichen aus der Region Zürich, vom Ufer aus gefischt werden konnte.
50 Jahre Verband der Sportfischer am Zürichsee, Sektion Zürich. Jubiläumsfeier am Samstag, den 26. Oktober 1974 im Hotel Zürich. Es nahmen 250 Mitglieder mit ihren Frauen teil.
Gratulationen von Stadtpräsident Widmer, Seepo-Kom. Hch. Müller, den Sportfischervereinen rund um den Zürichsee, welche uns alle mit grosszügigen Geschenken überraschten. Der unvergessliche Anlass war für alle Mitglieder gratis. Für die Ehefrauen wurde ein Kostenanteil von Fr. 25.-- verlangt.
Mitgliederbestand 287

1975
Im August 1975 wurde der Vereinspräsident A. Schumacher auf das Niemandsland der SBB, in der „Wässeri“, Tiefenbrunnen aufmerksam. Nach Verhandlungen mit dem Bahnmeister Pauli, wurde uns das Areal (350 Quadratmeter) mit Seeanstoss, zu einem Jahrespachtzins von Fr. 3’000.-- angeboten. An der ausserordentlichen GV vom 24.10.1975, stimmten 78 Anwesende für die Übernahme des Areals und den Aufbau einer Baracke (späteres Fischerhüsli). Architekt K. Bucher erstellte
die Baupläne und machte die Baueingabe an die Gemeinde Zollikon, dies ohne Honorar. Von der Stadt Zürich wurden wir grosszügig mit Fr. 8’000.-- unterstützt. Mit Bettelbriefen an die Mitglieder, wurden nochmals Fr. 7’000.-- eingebracht. Am 21. Dezember begannen Mitglieder mit dem Bau des Bootsplatzes und am 29. Dezember war das ganze Areal mit einem Zaun versehen.
Der Vereinsname wurde in Seesportfischerverein der Stadt Zürich geändert.
Mitgliederbestand 301

1976
An der GV vom 6. Februar wurde einem Kredit von Fr. 5’000.-- für den weiteren Ausbau des Areals zugestimmt.
Im März baute man aus Tramgeleisen eine Bootsrampe. Am 5. Juli war die Baracke fertig aufgestellt. Später richtete man dieselbe als unser Fischerstübli ein.
Für den Ausbau des Bootsplatzes und des Fischerhüslis wurden von 46 Mitgliedern total 2652 Arbeitsstunden im Frondienst geleistet. Dabei waren 9 Mitglieder mit über 100 Arbeitsstunden beteiligt. Als Spitzenreiter figurierte der bauführende Gusti Amsler mit insgesamt 496 Stunden.
Treibende Kraft vor und während des Ausbaus des Areals war der Präsident A. Schumacher. Am 27. August versah man das ganze Areal mit einem Teerbelag.
Allen Materialspendern, welche zum Gelingen der Ausstattung von Baracke und Areal viel beigetragen hatten, wurde herzlich gedankt.
Am 25./26. September 1976 fand die Einweihung des Bootsplatzes und des Fischerhüslis bei wunderschönen Wetter (22 °) statt. Alle Anwesenden erlebten eine tolle Feier mit allem Drum und Dran. Sie durften den Dank des Vereins entgegen nehmen, denn sie schufen den Grundstein zu einem soliden Vereinsleben. Über die ganze Bauphase wurde ein Fotoalbum erstellt, welches im Hüsli aufliegt.
Der Beitritt des FKZ zum Schweiz. Fischereiverein gab rege Diskussionen und wurde bei einer 1. Umfrage mit 48 Nein, 5 Ja und 9 Enthaltungen abgelehnt. Das neu überarbeitete Kantonale Fischereigesetz wurde in Kraft gesetzt.
Mitgliederbestand 341

1977
Am 3. Februar wurde die Baubewilligung für einen Bootssteg von 12,5 Meter Uferlänge erteilt. Der Bau des Steges nahm man sofort in Angriff.
Jakob Schneider trat nach 22 Jahren aus dem Vorstand zurück.
An der Generalversammlung wurde der Beitritt zum Schweiz. Fischereiverein überraschen mit 86 Ja, 13 Nein und 2 Enthaltungen angenommen.
Am 14. Mai nahmen 25 Mitglieder mit 2 Frauen am Umzug „100 Jahre Blasmusik“ als Gruppe, unter dem Motto „Gruss vom Zürichsee“ teil. Die mit Fischermonturen bekleideten Teilnehmer begleiteten ein schön dekoriertes Fischerboot, welches auf einem Traktoranhänger mitgeführt wurde. Ein Angel im Ohr eines Teilnehmers war eine kleine Zugabe.
Im Oktober gründete man die aus 10 Mitgliedern bestehende Bootsplatzkommission.
Zu den Ausführungsbestimmungen für den Zürichsee, den Linthkanal und den Walensee, wurden 21 Abänderungsanträge gestellt, woran unser Verein massgebend beteiligt war.
Die Verordnung über das Fischereigesetz wurde im August 1977 in Kraft gesetzt.
Mitgliederbestand 397

1978
Im September fand auf unserem Areal ein Filetierkurs statt, welcher jedoch spärlich besucht war. Im Oktober wurde eine Einladung des Sportfischervereins Arbon zum Fischen im Bodensee von 24 Mitgliedern befolgt.
Das Umbenennen des Seeverbandes in die Fachgruppe Zürichsee, im FKZ, wurde an der GV mit 55 Ja und 11 Nein angenommen.
Mitgliederbestand 424.

1979
Einführung des weissen Balls für die Schleppangelfischerei an Stelle des grünen Wimpels.
Im Fischerstübli wurde ein grosses Fenster eingebaut. Die Rampe und der Schiffsteg brachte die Bootsplatz-Kommission in Ordnung.
Am 8. September 1979 wurde auf unserem Areal ein Jugendwettfischen organisiert. Daran nahmen 130 Knaben und Mädchen teil.
Mitgliederbestand 430.