1950
Als Nachfolger von Herrn W. Boxler wählte die GV. Herrn J. Schneider jun. zum Präsidenten.
Nach missglücktem Versuch vor einigen Jahren, wurde beschlossen wieder Quartalsversammlungen einzuführen. Der neue Versuch war erfolgreich, erschienen doch 45 Mitglieder an die erste Versammlung.
Appell mit grossen Schlagzeilen:
Rettet unsere Gewässer! - Rettet den Zürichsee vor bedrohlichem Wassermangel! - Sicherung des Grundwassers vor Verschmutzung!
- Sportfischer fordern den Gewässerschutz!
Die Kinderweihnachtsfeier fand zum 15. Mal statt.

1951
Das Verbandswettfischen wurde mit einem neuen Modus durchgeführt, bei welchem ein Viertel der Mitglieder am Wettfischen teilnehmen musste. Von der Sektion Zürich brachte man anstatt 40 nur 37 Teilnehmer zusammen.
Das Absenden der Vereinsfischen fand im Rest. Hirschen Wollishofen statt.
Zur Finanzierung des Abends organisierte man ein Taubenschiessen mit Preisen, eine amerikanische Versteigerung und ein Säcklitanz, bei welche von den Damen Geld gesammelt wurde.
Mitgliederbestand 252

1952
Am 8. März fand die Besichtigung der neu erstellten Dachwehre der Seeregulierung beim Drahtschmidli und des neuen Kraftwerkes Letten statt. Nach Bundesratsbeschluss mussten die Dachwehre so bedient werden, dass der Wasserstand des Sees höchsten 20 cm Unterschied betragen durfte.
Die Fangergebnisse von Sport- und Berufsfischer blieben im Rahmen des Vorjahres. Der Unterschied bei den Felchenfängen war jedoch frappant; Sportfischer 159 Stück, Berufsfischer 88’658 Stück.
Mit der Kinderweihnachtsfeier organisierte man neu auch ein Klaushock für die Mitglieder.
Mitgliederbestand 242

1953
Die Sektion Zürich organisierte mit zwei anderen Vereinen zusammen die Delegiertenversammlung des Schweiz. Fischereivereins, welche im Konzertsaal des Kaufmännischen Vereins statt fand. Das Absenden der drei Sektionswettfischen, welches mit einem Fischessen und einem Unterhaltungsteil verbunden war, fand wieder im Rest. Weisser Wind statt. Dabei konnte ein reichhaltiger Gabentisch präsentiert werden, sodass für jeden Fischer ein Preis vorhanden war.
Der 6. Dezember 1953 dürfte in der schweizerischen Fischerei ein Ehrenplatz einnehmen. Bei einer Eidgenössischen Abstimmung wurde der Gewässerschutz mit 670’000 Ja- gegen 160’000 Neinstimmen angenommen.
Mitgliederbestand 230

1954
Das Absenden fand im Rest. Sihlpost statt, wobei der angebotene Saal beinahe zu klein war. Auf dem reichlich bestückten Gabentisch befanden sich wieder viele Preise. Als 1. Preis wurde ein Innenbordmotor vergeben. Wie gewohnt wurde der Abend mit einem Unterhaltungsteil und Tanz ausgefüllt.
Die neue Fischereiverordnung mit allen dazugehörigen Verfügungen der Finanzdirektion, wurde am 8. Januar gutgeheissen. Gleichzeitig erhöhte die Verwaltung die Patentgebühren für die Seefischerei teilweise bis 50%.
Mitgliederbestand 230

1955
Herr E. Lutz stellte sich als neuer Präsident zur Verfügung.
Eine geplante Gemeinschaftsreise musste wegen zu geringer Beteiligung abgesagt werden. Das Absenden fand im Rest. Güterbahnhof statt, da der Saal im Rest. Sihlpost zu klein war. Es fand wieder ein unterhaltsamer Abend mit Spiel und Tanz statt.
Die Generalversammlung des Seeverbandes wurde im Rest. Hinteren Sternen abgehalten.
Der Einsatz von Aalen im Zürichsee, sowie ein Beitritt zum Kantonalen Sportfischerverband lehnten die Mitgliedern des Seeverbands ab. Da die Kinderweihnacht zum 20. Mal statt fand, wurden auch Kinder von anderen Sektionen, sowie 20 Kinder der Tuberkulosen-Fürsorge zum festlichen Abend eingeladen.
Mitgliederbestand 197

1956
An einer Quartalsversammlung wurde abgestimmt, dass für die Wettfischen keine Preise mehr abgegeben würden. Analog dem Seeverbandsfischen sollen Gobelets und Wanderteller an die Mitglieder abgegeben werden.
Da der Vorstand der Meinung war, dass dieser Beschluss auf die Beteiligung an Wettfischen einen negativen Einfluss haben könnte, wurde am traditionelle Absenden ein bescheidener Gabentisch präsentiert. Während des weiteren Abends vergnügte man sich mit Spielen und Tanz.
Mitgliederbestand 183

1957
Von der GV wurde Herr W. Desideri als Vereinsvorsitzender gewählt.
Für den Gabentisch des Absendens mussten erstmals Sachen eingekauft werden. Dies aus dem Erlös der früheren Ballspiele. Für den sichtlicher Mitgliederschwund in den letzten Jahren fand man keinen triftigen Grund.
Ein Gesuch an die Kantonale Fischereiverwaltung um Verlegung der Netzsperrgrenze nach oben, um mehr Raum für die Sportfischer im Seebecken zu haben, wurde mit der Begründung abgelehnt, dass auf dem Zürichsee an Stelle von 18 Berufsfischern nur deren 11 tätig seien.
Mitgliederbestand 171

1958
Es wurde ein Versuch unternommen, dass Absenden des Seeverbandes mit demjenigen der Sektion Zürich zu verkoppeln. Aus diesem Grunde lud der Vorstand die anderen Sektionen am Zürichsee zum Absenden ein. Dafür musste ein grösserer Saal im Rest. Aemtlerhalle gemietet werden.
An Stelle der erwarteten 80 - 85 Vereinsmitglieder erschienen nur 50 und von den anderen Sektionen nahmen lediglich 20, anstatt der erwarteten 40 Personen am Absenden teil. Um ein Defizit zu vermeiden, wurden nach Mitternacht auch fremde Personen in den Saal zugelassen.
Mitgliederbestand 163

1959
Erstmals fand ein Wettkegeln und Wettjassen statt, welches mit einem Gewinn von Fr. 193.-- abschloss.
Mit einer vorläufigen Bewilligung der Kant. Fischereiverwaltung wurde erlaubt, dass mit dem Schleick-Patent in Zukunft mit 5 Schnüre und 5 Ködern gefischt werden durfte. Eine Kombination Tiefseeschleicke und Schleicke war erlaubt.
Mitgliederbestand 165