1940
Die neue Fischereiverordnung wurde vom Kantonsrat mit 60 zu 19 Stimmen gutgeheissen. Aktenvermerk: Die vorliegende Verordnung habe viele Mängel aufgewiesen und sei vermutlich vom Kantonsrat im Schlafe angenommen worden. Das vom Stadtkommando verlangte Entfernen der Schiffe aus der Limmat, wurde durch einige Vorstandsmitglieder prompt vollzogen.
Der Vorstand ersuchte die Gewerbepolizei der Stadt Zürich um Ermässigung der Platzmiete. Betreffend das Führen von 3 Schnüren an der Schleicke wurde ein weiteres Schreiben an die Kant. Finanzdirektion gerichtet. Auf das Fischessen musste verzichtet werden.
Mitgliederbestand 185.

1941
Eine Eingabe betreffend Rückführung der Boote in die Limmat wurde vom Platzkommando abgelehnt.
Eine Eingabe betreffend die Erstellung von gedeckten Bootsständen war die Folge, dass im Schanzengraben provisorische Anbindeplätze bewilligt wurden. Ein Referat von Fischereiaufseher Linsi sollte die Seefischer darüber aufklären, wie nach der neuen Fischereiverordnung gefischt werden kann. Dabei gab er bekannt, dass mit drei Ruten gefischt werden darf.

1942
Beim Vorstand mussten wiederum Klagen wegen der Fischerei vor der Quaibrücke behandelt werden. Zudem wurde über die Änderung der Statuten beraten und an die nichtorganisierten Fischer ein Werbeschreiben versandt. Das Schleicken mit Seehunden wurde im Seebecken bis zur Linie Fischerhütte – Dampfboot Gesellschaftswerft begrenzt. Die Kinderweihnachtsfeier konnte abgehalten werden.

1943
Herr H. Kurmann löste Herrn J. Schneider als Präsident ab.
Die revidierten Statuten wurden von der Generalversammlung angenommen.
Der Verunreinigung des Sees sagten die Fischereivereine und die Behörde den Kampf an. Von den Behörden wurde ein Sofortprogramm geplant, worin die verschiedenen Seegemeinden verpflichtet wurden, etwas gegen die Seeverschmutzung zu unternehmen. Im Dezember konnte die Kinderweihnachtsfeier, mit finanzieller Unterstützung der Mitgliedern, in kleinem Rahmen durchgeführt werden.
Mitgliederbestand 195.

1944
Im Zürichsee erfolgten der Fischeinsatz von Fischbrut wie folgt:
Schwebefelchen 3'400’000, Albeli 10'500’000, Sandfelchen 400’000, Hechte 3'700’000 und Seeforellen 11’000. Zudem wurden 10’400 Seeforellen und 11’000 Hechtsömmerlinge in der Grösse von 16 - 18 cm eingesetzt.
Trotz der prekären Lage bei den Lebensmittel konnte eine Kinderweihnachtsfeier abgehalten werden, an welcher schöne Geschenkpäckli verteilt wurden.
Mitgliederbestand 198

1945
An den Bauvorstand der Stadt Zürich wurde eine Eingabe betreffend gedeckter Schiffsplätze in der Limmat, zwischen Bauschänzli und Helmhausbrücke gemacht, da solche von verschiedenen Seegemeinden bereits erstellt worden waren.
Das Territorial-Kommando räumte die Hindernisse an der Quaibrücke weg.
Der Sektionsvorstand wurde von 7 auf 9 Mitglieder erweitert. Für eine geplante Fahrt mit dem Ledischiff konnte kein Treibstoff bewilligt werden. Die Kinderweihnachtsfeier wurde beibehalten.
Mitgliederbestand 207

1946
Im Februar wurde ein Familienabend durchgeführt. Dem Vorstand wurde erstmals eine Entschädigung von Fr. 300.-- gewährt. Dieselbe verwendete man dazu um dem gesamten Vorstand ( 9 Mitglieder) die zweitägige Delegiertenversammlung des Schweiz. Fischereiverbandes in Solothurn zu ermöglichen.
Die organisierte Ledischiffahrt im Sommer konnte wegen schlechten Wetters und viel zu wenig Anmeldungen nicht durchgeführt werden.
Neue Bestimmung, dass beim Schleicken der grosse Wimpel am oberen Ende der Stange angebracht werden muss. Die Bootsmotoren konnten wieder zu Bootsfahrten benützt werden.
An die Sportfischer wurden für den zürcherischen Seeteil insgesamt 1695 Patente ausgegeben.
Mitgliederbestand 210

1947
Der neue Präsident hiess nun W. Boxler.
Gründung der Schweizerischen Vereinigung für Gewässerschutz und Fischerei. Zufolge eines der trockensten Sommer seit 90 Jahren fiel die Fischerei weniger befriedigend aus.
Ein Gesuch an die Kant. Militärdirektion betreffend Überlassung der Reithalle zwecks Benützung derselben als Winterschiffslager wurde mit der Begründung abgelehnt, dass die Halle auch im Winter von den Aspiranten benützt werde.
Eine Anfrage bei der Standard Telefon AG betreffend Schiffsanbindevorrichtungen bei ihrem Areal, lehnte dieselbe mit der Begründung, dass kein Zugang von der Strasse her bestehe, ab. Verhandlungen mit der Versicherungsgesellschaft Schweizer Union zwecks Abschlusses einer günstigen Kaskoversicherung für Bootseigner war erfolgreich.
Mitgliederbestand 224

1948
In Wollishofen wurde eine neue Schiffanbindestelle geschaffen.
Zufolge einer Mitteilung der Gewerbepolizei, dass im Jahre 1949 die Standplatzmieten stark erhöht würden, liess eine Interessengemeinschaft aller Bootseigner entstehen. In deren Kommission waren die bevollmächtigen Delegierten unserer Sektion, des Segelklubs Enge, des Segelklubs Zürich, des Segelklubs Pirat, sowie des Motorklubs Zürich vertreten. Sinn der Gemeinschaft war, dass alle Vorkommnisse der mit den Bootseignern verbundenen Fragen, in Zukunft gemeinsam lösen zu können.
Am 12.September fand das 1. Wettfischen des Verbands der Sportfischer am Zürichsee statt, an welchem 16 Fischer der Sektion Zürich teilnahmen. Da im Jahre 1949 eine Jubiläumsfeier bevorstand, wurde auf eine Abendunterhaltung verzichtet.
Mitgliederbestand 241

1949
Am 30./31. Juli wurde nach längerem Unterbruch das vereinsinternes Fischessen, verbunden mit einem Sektionswettfischen, wieder eingeführt. Bedingung war, dass sämtliche taxierte Fische gratis an den Verein abgegeben werden müssen. Von 191 Aktivmitglieder nahmen lediglich 26 Mitglieder daran teil.
Das 2. Wettfischen des Seeverbandes wurde von der Sektion Zürich gewonnen.
Am 10. September dieses Jahres fand die 25-Jahrfeier im Konzertsaal zur Kaufleuten statt. Als Erinnerung erhielt jeder Teilnehmer einen Boccalino.
Mitgliederbestand 257